So Leute jetzt wird`s ernst. 10 Punkte, Platz 6 (über Nacht), 3 x zu Null, Jokertor…
Jetzt gilt es die Schuhe mit den ganz schweren Sohlen rauszuholen, damit auch ja keiner abhebt.
Es soll schon Fans geben, die in den hintersten Ecken der Schubladen die Karten von Europa suchen, um sich den Weg nach Bukarest oder Rom ins Gedächtnis zu rufen, diesen möchte ich gerne den Spiegel des gestrigen Spiels vor das Gesicht halten, denn der Auswärtssieg von Ingolstadt ist durchaus als glücklich zu bezeichnen.
Zumindest hätten die Schanzer einen Punkt verdient gehabt, schließlich waren sie die aktivere Mannschaft und auch wenn wir vielleicht durch Müller und Lasogga die klareren Torchancen hatten, gab es auf der Gegenseite mehr davon. Überhaupt hat mich der Aufsteiger durch seine mutige Spielweise überrascht und die Ankündigung das Aufbauspiel des HSV früh stören zu wollen wurde in die Tat umgesetzt, ohne an anderen Stellen Räume zuzulassen, die wir hätten ausnutzen können.
In der Vorsaison hätten wir dieses Spiel verloren, zumindest aber nicht gewonnen und dafür das Frankfurtspiel verloren. Diese Aussage ist natürlich hypothetisch und doch bin ich von ihrer Richtigkeit überzeugt. Und da sind wir auch schon bei der Ursachenforschung und der Frage was den HSV dieser Tage von dem der letzten Saison unterscheidet.
Vom Marktwert hat sich der Kader eher verschlechtert und doch scheint er breiter aufgestellt zu sein, als er das in den letzten Jahren war. Ein Diaz kommt rein und sorgt für mächtig Dampf, ein Gregoritsch macht von der Bank das Tor des Tages, ein Ekdal der in den ersten Spielen überzeugte fällt aus, ohne dass man es bemerken würde. Die Möglichkeit den Ausfall des einen überdurchschnittlichen Torwarts mit dem Einsatz des anderen zu kompensieren ist ja nicht neu, darf man aber als Luxus bezeichnen.
Doch der eigentliche Unterschied scheint in den Köpfen der Spieler zu passieren und dafür gebührt dem Trainer die Anerkennung. Spätestens seit Karlsruhe genießt Labbadia in Hamburg ein Standing, wie es kaum ein Trainer in den letzten Jahrzehnten beim HSV hatte. Es besteht ein Rückhalt von der Vereinsführung, eine Wertschätzung von Presse und Fans, doch viel wichtiger ist das Vertrauen, das ihm die Mannschaft entgegen bringt.
Labbadia scheut sich nicht davor seine Entscheidungen zu revidieren, so war Adler vor der Saison seine Nummer eins, wird aber von Drobny durch dessen starke Leistungen abgelöst. Dazu kommen Einwechselungen die sich als Glücksgriffe erweisen, die Spiele gegen Stuttgart oder jetzt gegen Ingolstadt sollen als Beleg dafür ausreichen.
Hatte es Bruno während seiner ersten Amtszeit noch geschafft weite Teile des Teams gegen sich aufzubringen, scheinen sie ihm jetzt zu folgen, scheint er sie Mental zusammengeschweißt zu haben. Zu diesem Prozess haben auch wir Fans durch die positive Haltung und die großartige Unterstützung im Abstiegskampf der vergangenen Saison beigetragen. Davon bin ich überzeugt.
Jetzt gilt es wie eingangs erwähnt die Bodenhaftung zu bewahren und das zarte Pflänzchen Spielkultur zu hegen und zu pflegen, damit sich daraus wieder richtiger Fußball entwickeln kann.
Es gilt die unzufriedenen Spieler wie Olic oder Cleber bei der Stange zu halten und auch einem Jung Perspektiven aufzuzeigen.
Es gilt den Heimnimbus auch gegen Schalke zu bewahren und den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten oder gar noch auszubauen.
Der größte Unterschied zur Vorsaison ist aber, dass man sich auf das kommende Spiel freuen darf.
Um selbst ein Forum mir zu schaffen, tat ich schnell zusammenraffen was dem Hohlraum zwischen Ohren entsprungen ist mir unverfroren und seinen Weg durch Arm und Hand und Tastatur nach draußen fand, Zwergenwerke tat ichs nennen, da die meisten mich als Zwerg nur kennen und mich fragten immer wieder nach Sammelband für Reim und Lieder, den ich zumindest virtuell hier gerne zur Verfügung stell
Mittwoch, 23. September 2015
Montag, 21. September 2015
Nichts gelernt
Ja ich bin spät dran und das was ich schreibe habt ihr wahrscheinlich schon in anderen Blogs gelesen, denn selten waren sich die Schreiber so einig beim HSV. Auch ich bin der Meinung, dass die erste Halbzeit gegen Frankfurt fußballerisch so ziemlich das Beste war, was uns seit langem im Volkspark geboten wurde. Allein das Tor fehlte, aber was sollen da die Stuttgarter sagen, deren spektakulärer Angriffsfußball bislang so gänzlich unbelohnt geblieben ist?
Am Ende war das samstägliche 0:0 ein gerechtes Ergebnis, da die Frankfurter in der zweiten Halbzeit das Heft in die Hand nahmen und auch zu Chancen kamen.
Das hinten erneut die Null stand lag auch an einem starken Jaroslav Drobny, der wie immer Ruhe und Sicherheit ausstrahlte und diesmal sogar einen Ball hielt, den man wahrlich nicht halten musste. So ist jetzt das Duell um den Startplatz im Tor endgültig ausgerufen und der Tscheche sollte dabei die Nase vorn haben. Ob dieses Duell dazu taugt die Sportseiten zu füllen darf jedoch bezweifelt werden.
Das sieht bei dem „Willkommensgruß“ an Aaron Hunt schon anders aus.
13 Jahre Sinnbild des Feindes. A. H. Niemals ein Hamburger.
War auf einem Plakat zu lesen, eine Ansicht, die ich nicht teile, die mich aber auf Grund der zum Teil auch künstlich aufgebauschten Rivalität mit den Weseranern nicht überrascht. Ebenso vorhersehbar sind die Reaktionen darauf: „Verpisst euch! Ihr seid keine HSVer!“ und so weiter und so fort kann man unter den Bildern mit der Tapete lesen.
Ich fühle mich gleich wieder an die Zeit des Ausgliederungswahlkampfs erinnert, als jeder der eine andere Meinung vertrat zum Totengräber des Vereins wurde, um auf die Kraftausdrücke zu verzichten.
Machen wir jetzt die Gruppe der Huntgegner so lange runter, bis diese aus dem HSV austreten und einen eigenen hundertprozentig werderfreien Verein gründen, oder lernen wir endlich mal den Umgang mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten als wir selbst?
Schon am kommenden Samstag habt ihr alle die Chance eure Meinung kund zu tun, euch kleine Schildchen mit #proHunt zu basteln und damit Aaron willkommen zu heißen. Ganz ohne Diffamierung und Pöbeleien, aber das macht wahrscheinlich nur halb so viel Spaß.
Ach ja schon Morgen geht es in Ingolstadt weiter und Hunt, der gegen Frankfurt gezeigt hat, dass er den HSV sportlich verstärkt, wird wieder dabei sein und versuchen den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren.
Am Ende war das samstägliche 0:0 ein gerechtes Ergebnis, da die Frankfurter in der zweiten Halbzeit das Heft in die Hand nahmen und auch zu Chancen kamen.
Das hinten erneut die Null stand lag auch an einem starken Jaroslav Drobny, der wie immer Ruhe und Sicherheit ausstrahlte und diesmal sogar einen Ball hielt, den man wahrlich nicht halten musste. So ist jetzt das Duell um den Startplatz im Tor endgültig ausgerufen und der Tscheche sollte dabei die Nase vorn haben. Ob dieses Duell dazu taugt die Sportseiten zu füllen darf jedoch bezweifelt werden.
Das sieht bei dem „Willkommensgruß“ an Aaron Hunt schon anders aus.
13 Jahre Sinnbild des Feindes. A. H. Niemals ein Hamburger.
War auf einem Plakat zu lesen, eine Ansicht, die ich nicht teile, die mich aber auf Grund der zum Teil auch künstlich aufgebauschten Rivalität mit den Weseranern nicht überrascht. Ebenso vorhersehbar sind die Reaktionen darauf: „Verpisst euch! Ihr seid keine HSVer!“ und so weiter und so fort kann man unter den Bildern mit der Tapete lesen.
Ich fühle mich gleich wieder an die Zeit des Ausgliederungswahlkampfs erinnert, als jeder der eine andere Meinung vertrat zum Totengräber des Vereins wurde, um auf die Kraftausdrücke zu verzichten.
Machen wir jetzt die Gruppe der Huntgegner so lange runter, bis diese aus dem HSV austreten und einen eigenen hundertprozentig werderfreien Verein gründen, oder lernen wir endlich mal den Umgang mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten als wir selbst?
Schon am kommenden Samstag habt ihr alle die Chance eure Meinung kund zu tun, euch kleine Schildchen mit #proHunt zu basteln und damit Aaron willkommen zu heißen. Ganz ohne Diffamierung und Pöbeleien, aber das macht wahrscheinlich nur halb so viel Spaß.
Ach ja schon Morgen geht es in Ingolstadt weiter und Hunt, der gegen Frankfurt gezeigt hat, dass er den HSV sportlich verstärkt, wird wieder dabei sein und versuchen den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren.
Montag, 14. September 2015
Alles richtig gemacht
Es war einer dieser Tage an dem wirklich alles passte und an dessen Ende ich mich (einmal mehr) beim Trainer entschuldigen muss, der dann vielleicht doch etwas mehr Ahnung vom Fußball hat als ich. Gerade bei den für ihr schnelles Umschaltspiel bekannten Gladbachern setzte Labbadia auf Holtby und Ekdal als Doppelsechs. Bei mir schrillten sämtliche Alarmglocken, da ich eine zu offensive Ausrichtung und eine mangelhafte Abstimmung der beiden erwartete, schließlich war Ekdal bei der Nationalmannschaft und so war an ein Einspielen nicht zu denken.
Es kam anders Holtby lief und ackerte wie ein Großer und Ekdal glänzte mit Stellungsspiel und technischen Fähigkeiten. Auch die Maßnahme Strafraumstürmer Lasogga dem laufstärkeren Schipplock vorzuziehen lag nicht auf der Hand, erwies sich dann aber als Glücksgriff.
Der HSV ließ den sichtlich verunsicherten Gladbachern anfangs kaum Luft zum Atmen und zwang sie zu Fehlern. Im Anschluss an das 0:1 zog man sich weiter zurück, ohne dabei wirkliche Chancen der Fohlen zuzulassen, kam aber selbst auch nicht zu weiteren Möglichkeiten. So fiel das 0:2 etwas aus dem Nichts.
Ecke Ilicevic, Kopfball (Horst-Uwe) Lasogga. Labbadia meinte man hätte genau solche Standards eingeübt. Geht doch.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte sich Gladbach fast wachgeküsst, als Hahn nach Wendtflanke zum Kopfball kam, doch spätestens nach Müllers 0:3 war der Drops gelutscht. Man kann aber davon ausgehen, dass es uns nicht jede Abwehr so leicht wie die der Borussia machen wird, die den langen Ball von Drobny durchgewunken hat, so dass Müller über Yann Sommer ins Tor treffen konnte.
Damit war das Spiel gelaufen.
Als hätte es noch einen Beweis gebraucht, wie wenig momentan bei Mönchengladbach läuft, prallte der gerade genesene Martin Stranzl bei mit Nordveit zusammen der sich in einem Luftkampf mit Lasogga befand und verletzte sich schwer im Gesicht.
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß sagte mal ein großer Fußballphilosoph.
Schnelle Genesung Martin Stranzl wünsche ich.
Fast schon eine Selbstverständlichkeit ist, dass Rene Adler nicht vermisst wird, wenn Jaroslav Drobny im Tor steht. Dass Kacar den Vorzug in der Innenverteidigung vor Cleber bekam, war auch nicht überraschend, aber ist als ein deutliches Zeichen in Richtung des Brasilianers zu werten. Aaron Hunt spielte unauffällig, mehr war auch nicht zu erwarten. Auch Müller hatte abgesehen von seinem Tor kaum Szenen, stellte sich aber wie gewohnt in den Dienst der Mannschaft.
Das Haar in der Suppe eines gelungenen Spiels ist das Alter des Teams, welches in der Startelf über 27 Jahre betrug. Jüngster Spieler in der Startelf war Lasogga, der allerdings in einem Vierteljahr auch schon 24 wird. Für Gideon Jung wird es in naher Zukunft schwer sein zu Einsätzen zu kommen, da auch Diaz berücksichtigt werden wird und so bleibt als einziger Jungspund der nah an der Startelf ist noch Michael Gregoritsch. Spannend wird sein, wie die Innenverteidigung im nächsten Spiel aussehen wird. Bleibt Kacar oder kommt Spahic zurück?
Aber wie heißt es so schön: Es gibt nur gute und schlechte Spieler und keine alten und jungen und Bruno Labbadia hat so vieles richtig gemacht, dass ich seine Personalentscheidungen nicht weiter kritisieren will, zumal der Plan des HSV ja ist, erst Stabilität zu schaffen und dann junge Spieler einzubauen und von wirklicher Stabilität sind wir trotz des durchaus gelungenen Ligastarts noch weit entfernt.
Es kam anders Holtby lief und ackerte wie ein Großer und Ekdal glänzte mit Stellungsspiel und technischen Fähigkeiten. Auch die Maßnahme Strafraumstürmer Lasogga dem laufstärkeren Schipplock vorzuziehen lag nicht auf der Hand, erwies sich dann aber als Glücksgriff.
Der HSV ließ den sichtlich verunsicherten Gladbachern anfangs kaum Luft zum Atmen und zwang sie zu Fehlern. Im Anschluss an das 0:1 zog man sich weiter zurück, ohne dabei wirkliche Chancen der Fohlen zuzulassen, kam aber selbst auch nicht zu weiteren Möglichkeiten. So fiel das 0:2 etwas aus dem Nichts.
Ecke Ilicevic, Kopfball (Horst-Uwe) Lasogga. Labbadia meinte man hätte genau solche Standards eingeübt. Geht doch.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte sich Gladbach fast wachgeküsst, als Hahn nach Wendtflanke zum Kopfball kam, doch spätestens nach Müllers 0:3 war der Drops gelutscht. Man kann aber davon ausgehen, dass es uns nicht jede Abwehr so leicht wie die der Borussia machen wird, die den langen Ball von Drobny durchgewunken hat, so dass Müller über Yann Sommer ins Tor treffen konnte.
Damit war das Spiel gelaufen.
Als hätte es noch einen Beweis gebraucht, wie wenig momentan bei Mönchengladbach läuft, prallte der gerade genesene Martin Stranzl bei mit Nordveit zusammen der sich in einem Luftkampf mit Lasogga befand und verletzte sich schwer im Gesicht.
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß sagte mal ein großer Fußballphilosoph.
Schnelle Genesung Martin Stranzl wünsche ich.
Fast schon eine Selbstverständlichkeit ist, dass Rene Adler nicht vermisst wird, wenn Jaroslav Drobny im Tor steht. Dass Kacar den Vorzug in der Innenverteidigung vor Cleber bekam, war auch nicht überraschend, aber ist als ein deutliches Zeichen in Richtung des Brasilianers zu werten. Aaron Hunt spielte unauffällig, mehr war auch nicht zu erwarten. Auch Müller hatte abgesehen von seinem Tor kaum Szenen, stellte sich aber wie gewohnt in den Dienst der Mannschaft.
Das Haar in der Suppe eines gelungenen Spiels ist das Alter des Teams, welches in der Startelf über 27 Jahre betrug. Jüngster Spieler in der Startelf war Lasogga, der allerdings in einem Vierteljahr auch schon 24 wird. Für Gideon Jung wird es in naher Zukunft schwer sein zu Einsätzen zu kommen, da auch Diaz berücksichtigt werden wird und so bleibt als einziger Jungspund der nah an der Startelf ist noch Michael Gregoritsch. Spannend wird sein, wie die Innenverteidigung im nächsten Spiel aussehen wird. Bleibt Kacar oder kommt Spahic zurück?
Aber wie heißt es so schön: Es gibt nur gute und schlechte Spieler und keine alten und jungen und Bruno Labbadia hat so vieles richtig gemacht, dass ich seine Personalentscheidungen nicht weiter kritisieren will, zumal der Plan des HSV ja ist, erst Stabilität zu schaffen und dann junge Spieler einzubauen und von wirklicher Stabilität sind wir trotz des durchaus gelungenen Ligastarts noch weit entfernt.
Donnerstag, 3. September 2015
Tut mir Leid
Als HSVer von heute muss man ja verlorengegangenen Kredit zurückgewinnen, schließlich ist es eine Beleidigung eines jeden Fußballästheten, dass er sich Woche für Woche das ansehen muss, was wir für Fußball erachten. Dabei kann es schon mal sein, dass unser putziger Dino den mit Abstand größten Aktionsradius hat und sich im Spiel als einziges noch die Sekundenanzeige unserer ewigen Uhr bewegt.
Nur gewinnt sich so ein Kredit nicht mal eben schnell zurück, wenn sich die Mannschaft erdreistet auf dem Spielfeld zu laufen und nicht bußfertig zu kriechen, wenn Erfolge, oder das was man beim HSV so nennt, gefeiert werden und man sich sogar beschwert, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.
Daher habe ich jetzt beschlossen den ersten Schritt zu tun und mich in aller Demut bei ganz Fußballdeutschland für unsere Anwesenheit zu entschuldigen.
Dies möchte ich mit einem Lied tun, das einst die Sportfreunde Stiller sangen und zu dem ich euch einen neuen Text anbiete. Spielt als das Video ab und singt dazu folgenden Text:
Sportfreunde Stiller: Ein Kompliment
Nur gewinnt sich so ein Kredit nicht mal eben schnell zurück, wenn sich die Mannschaft erdreistet auf dem Spielfeld zu laufen und nicht bußfertig zu kriechen, wenn Erfolge, oder das was man beim HSV so nennt, gefeiert werden und man sich sogar beschwert, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.
Daher habe ich jetzt beschlossen den ersten Schritt zu tun und mich in aller Demut bei ganz Fußballdeutschland für unsere Anwesenheit zu entschuldigen.
Dies möchte ich mit einem Lied tun, das einst die Sportfreunde Stiller sangen und zu dem ich euch einen neuen Text anbiete. Spielt als das Video ab und singt dazu folgenden Text:
Sportfreunde Stiller: Ein Kompliment
Wenn man so will
sind wir doch schon zweimal abgestiegen
nur durch Gräfes Pfiff sind wir geblieben
in der Liga die wir lieben
wie der Dino, der nur den eig`nen Tod vergass
und wie ein Pickel am Arsch
Ich wollte euch nur mal eben sagen
tschuldigung, dass es uns noch gibt
sag demütig zu ganz Fußballdeutschland: Tut mir Leid
Tut mir Leid
Wenn man so will
nehmt ihr uns als Partycrasher wahr
niemals eingeladen doch immer da
wie ein Komödienstadl nicht angesagt
nur peinlich an jedem Tag
so nervig, dass man es sich gerne erspart
und so blöd, dass man nichtmal mehr hingucken mag
Ich wollte euch nur mal eben sagen
tschuldigung, dass es uns noch gibt
sag demütig zu ganz Fußballdeutschland: Tut mir Leid
Tut mir Leid
sind wir doch schon zweimal abgestiegen
nur durch Gräfes Pfiff sind wir geblieben
in der Liga die wir lieben
wie der Dino, der nur den eig`nen Tod vergass
und wie ein Pickel am Arsch
Ich wollte euch nur mal eben sagen
tschuldigung, dass es uns noch gibt
sag demütig zu ganz Fußballdeutschland: Tut mir Leid
Tut mir Leid
Wenn man so will
nehmt ihr uns als Partycrasher wahr
niemals eingeladen doch immer da
wie ein Komödienstadl nicht angesagt
nur peinlich an jedem Tag
so nervig, dass man es sich gerne erspart
und so blöd, dass man nichtmal mehr hingucken mag
Ich wollte euch nur mal eben sagen
tschuldigung, dass es uns noch gibt
sag demütig zu ganz Fußballdeutschland: Tut mir Leid
Tut mir Leid
Dienstag, 1. September 2015
Ausgerechnet Hunt
…tönt es durch die Anhängerschaft des HSV.
Als Argument gegen den Lastminutezugang aus Wolfsburg wird
neben der Bremer Vergangenheit vor allem die Verletzungsanfälligkeit angeführt.
Immer wieder machen dem offensiven Mittelfeldspieler Probleme mit seinem Knie
zu schaffen, so schaffte er es wegen eines Innenbandabrisses auf gerade einmal
15 Ligaeinsätze in der abgelaufenen Saison.
Jetzt ist Hunt nach eigenen Aussagen wieder fit und
brennt darauf, dass es beim HSV los geht.
Einen fitten Aaron Hunt kann der HSV auf jeden Fall
gebrauchen, gerade in seinen letzten zwei Jahren in Bremen zeigte er
Führungsqualitäten und Torgefahr aus dem Mittelfeld und davon gibt es bei den
Rothosen bislang nicht sehr viel. Allerdings kann der HSV einen fitten Spieler
mit den Qualitäten Hunts nicht bezahlen, zudem kann man davon ausgehen, dass
sich Hunt noch einmal beweisen will. Es ist also ein Risikogeschäft, das aber auch
Potential birgt. Negativbeispiele solcher Transfers gibt es genug. Sorin oder
auch zuletzt Behrami seien da angeführt, doch kann so ein Risiko auch mal
aufgehen, wie man seinerzeit bei Kompany, van Buyten oder auch van der Vaart (die
erste) gesehen hat, die man ohne ihre gesundheitlichen Vorgeschichten gar nicht
erst bekommen hätte.
Der fußballromantische Aspekt dieses Wechsels einer Bremer (Ex)Ikone
an die Elbe ist auch nicht von der Hand zu weisen. Bislang war ein Frank Rost
der prominenteste Zugang aus dieser Richtung, der allerdings schon ein paar
Jahre Schalker war. In die andere Richtung gingen ein Wolfgang Rolff, oder auch
unser Didi. Zuletzt war es Eljero Elia, der diesen Weg (via Italien) einschlug,
was mich auch heute noch amüsiert.
Wir haben also einen Risikotransfer mit Geschmäckle und auch
ich habe nicht gejubelt, als sich dieser anbahnte, trotzdem aber sehe ich auch
die Chancen des Wechsels für beide Seiten. Hunt signalisiert durch seine
Bereitschaft auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten, dass es ihm ernst ist
und der HSV kann die Lücke auf der 10er Position schließen.
Diejenigen, die Hunt seine Vergangenheit vorwerfen werden
nach seiner dritten Torbeteiligung ebenso verstummen, wie die Mahner bei seiner
ersten Verletzung den Zeigefinger heben werden. Ich gehe davon aus, dass Hunt
sich zu hundert Prozent für den HSV einsetzen wird und sollte er dies tun werde
ich ihn unterstützen.
Also lieber Aaron: Herzlich Willkommen!
Montag, 31. August 2015
Ligastart gelungen?
Zwei Tage nach der unglücklichen Auswärtsniederlage von Köln wird es wieder Zeit etwas nüchterner auf die Geschehnisse der ersten Saisonspiele zu blicken. Dazu sollte man auch so weit wie möglich Verschwörungstheorien, überzogene Erwartungen, Schwarzsehereien, aber auch Lobhudeleien vermeiden.
Doch was wäre Fußball ohne Emotionen? Ja auch ich habe beim Betrachten meiner ersten Sportschau seit Jahren (was für eine grausame Sendung) gepöbelt und diese rote Karte dem medienwirksamen Spahic- und HSV-bashing der letzten Wochen zugeschrieben. Nachdem ich bei Sky das gesamte Spiel gesehen habe fiel mir vor allem auf wie unterschiedlich die Sendeanstalten die Szenen bewertet haben und das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Geschichte wohl zumindest nicht ganz eindeutig war.
Eindeutig bestimmt (natürlich ohne zu glänzen) hat der HSV das Geschehen in den ersten 60 Minuten. Ein einziger Torschuss gelang den Kölnern bis zu diesem Zeitpunkt und während die Effzeh-Anhänger den Sommerhit „Erste Liga keiner weiß warum“ anstimmten, bin ich heute versucht zu singen „Sieben Punkte keiner weiß warum“. Doch im Erfolgsfall will man das ja auch gar nicht wissen und den Effzeh-Fans seien die Wochen des Erfolgs gegönnt. Aber auch das soll eigentlich nicht mein Thema sein.
Nach vier Pflichtspielen sieht man sehr deutlich, was der HSV kann und auch nicht kann.
Von der Moral und dem Einsatzwillen her scheint die Mannschaft absolut intakt zu sein, dafür sollen die letzten beiden Spiele als Beweis stehen. In Jena sah man allerdings auch deutlich, wie hilflos man ist, wenn man auf diese Tugend aus welchen Gründen auch immer einmal nicht zurückgreifen kann. Anders ausgedrückt kommt das Team spielerisch nicht über Ansätze hinaus.
Der Gewinner der ersten drei Spiele war eindeutig Gideon Jung, der auf der Sechs zu überzeugen wusste, in Köln wirkte er aber vom Kopf her zu langsam und seine Auswechselung war nachvollziehbar. Jetzt wird es interessant zu sehen sein, wie Labbadia weiter mit dem jungen Bengel umgeht.
Ekdal scheint sich allmählich zu integrieren und deutete in Köln an, dass er eine Verstärkung sein kann, Gregoritsch und Schipplock verleihen dem Kader zumindest mehr Breite. Spahic hat gegen Köln ein klasse Spiel gemacht, sah allerdings beim 1:1, als er nicht mit Hosiner mitging schlecht aus. Für die Elfmetergeschichte mache ich ihm keinen Vorwurf, da vergleichbare Vergehen in neun von zehn Fällen nicht gepfiffen werden, was wieder einmal die Frage nach einer einheitlichen Regelauslegung nach sich zieht. Die rote Karte kann man als ausgleichende Ungerechtigkeit ansehen, wenn man das Bayernspiel hinzuzieht, ich tue mich damit aber mehr als schwer.
Hoffen darf man als HSV-Fan noch auf Marcello Diaz und das dieser nach seinem späten Einsteigen in die Vorbereitung allmählich in Tritt kommt. Bisher erinnert die Spielweise doch noch sehr stark an das Gebolze des letzten Jahres, aber da waren auch keine Quantensprünge zu erwarten.
Statistisch hatte man das Spiel in Köln absolut im Griff fast dreimal so oft wie der Gegner schoss man auf das Tor (17:6), man gewann 54% der Zweikämpfe, wurde fast doppelt so oft gefoult (17:9), spielte mehr Pässe und das auch noch minimal genauer. Doch über dem Spiel steht das 2:1, das man sich durch Sorglosigkeit selbst zuzuschreiben hat.
Positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass man im Gegensatz zur Vorsaison nach der Führung weiter offensiv spielte. Hoffentlich bleibt das auch trotz des Ausgangs des Spiels so. An der Ballance dabei kann man ja noch arbeiten.
Überhaupt sollte man sich weniger in Schiedsrichterkritik ergehen und die Fehler mehr bei sich selbst suchen, denn davon waren noch mehr als genug auszumachen.
Hätte man den eigentlich verdienten Punkt aus Köln mitgebracht, wäre der Bundesligastart gelungen, doch auch so kann man etwas entspannter in die ÜBERFLÜSSIGE Länderspielpause gehen, als man noch vor 10 Tagen dachte.
Nur Nachlassen darf man in keinster Weise.
Doch was wäre Fußball ohne Emotionen? Ja auch ich habe beim Betrachten meiner ersten Sportschau seit Jahren (was für eine grausame Sendung) gepöbelt und diese rote Karte dem medienwirksamen Spahic- und HSV-bashing der letzten Wochen zugeschrieben. Nachdem ich bei Sky das gesamte Spiel gesehen habe fiel mir vor allem auf wie unterschiedlich die Sendeanstalten die Szenen bewertet haben und das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Geschichte wohl zumindest nicht ganz eindeutig war.
Eindeutig bestimmt (natürlich ohne zu glänzen) hat der HSV das Geschehen in den ersten 60 Minuten. Ein einziger Torschuss gelang den Kölnern bis zu diesem Zeitpunkt und während die Effzeh-Anhänger den Sommerhit „Erste Liga keiner weiß warum“ anstimmten, bin ich heute versucht zu singen „Sieben Punkte keiner weiß warum“. Doch im Erfolgsfall will man das ja auch gar nicht wissen und den Effzeh-Fans seien die Wochen des Erfolgs gegönnt. Aber auch das soll eigentlich nicht mein Thema sein.
Nach vier Pflichtspielen sieht man sehr deutlich, was der HSV kann und auch nicht kann.
Von der Moral und dem Einsatzwillen her scheint die Mannschaft absolut intakt zu sein, dafür sollen die letzten beiden Spiele als Beweis stehen. In Jena sah man allerdings auch deutlich, wie hilflos man ist, wenn man auf diese Tugend aus welchen Gründen auch immer einmal nicht zurückgreifen kann. Anders ausgedrückt kommt das Team spielerisch nicht über Ansätze hinaus.
Der Gewinner der ersten drei Spiele war eindeutig Gideon Jung, der auf der Sechs zu überzeugen wusste, in Köln wirkte er aber vom Kopf her zu langsam und seine Auswechselung war nachvollziehbar. Jetzt wird es interessant zu sehen sein, wie Labbadia weiter mit dem jungen Bengel umgeht.
Ekdal scheint sich allmählich zu integrieren und deutete in Köln an, dass er eine Verstärkung sein kann, Gregoritsch und Schipplock verleihen dem Kader zumindest mehr Breite. Spahic hat gegen Köln ein klasse Spiel gemacht, sah allerdings beim 1:1, als er nicht mit Hosiner mitging schlecht aus. Für die Elfmetergeschichte mache ich ihm keinen Vorwurf, da vergleichbare Vergehen in neun von zehn Fällen nicht gepfiffen werden, was wieder einmal die Frage nach einer einheitlichen Regelauslegung nach sich zieht. Die rote Karte kann man als ausgleichende Ungerechtigkeit ansehen, wenn man das Bayernspiel hinzuzieht, ich tue mich damit aber mehr als schwer.
Hoffen darf man als HSV-Fan noch auf Marcello Diaz und das dieser nach seinem späten Einsteigen in die Vorbereitung allmählich in Tritt kommt. Bisher erinnert die Spielweise doch noch sehr stark an das Gebolze des letzten Jahres, aber da waren auch keine Quantensprünge zu erwarten.
Statistisch hatte man das Spiel in Köln absolut im Griff fast dreimal so oft wie der Gegner schoss man auf das Tor (17:6), man gewann 54% der Zweikämpfe, wurde fast doppelt so oft gefoult (17:9), spielte mehr Pässe und das auch noch minimal genauer. Doch über dem Spiel steht das 2:1, das man sich durch Sorglosigkeit selbst zuzuschreiben hat.
Positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass man im Gegensatz zur Vorsaison nach der Führung weiter offensiv spielte. Hoffentlich bleibt das auch trotz des Ausgangs des Spiels so. An der Ballance dabei kann man ja noch arbeiten.
Überhaupt sollte man sich weniger in Schiedsrichterkritik ergehen und die Fehler mehr bei sich selbst suchen, denn davon waren noch mehr als genug auszumachen.
Hätte man den eigentlich verdienten Punkt aus Köln mitgebracht, wäre der Bundesligastart gelungen, doch auch so kann man etwas entspannter in die ÜBERFLÜSSIGE Länderspielpause gehen, als man noch vor 10 Tagen dachte.
Nur Nachlassen darf man in keinster Weise.
Montag, 24. August 2015
Gedanken nach dem Heimsieg
Nach Abpfiff, beim Weg aus dem Stadion und auch beim Siegerbier bei Knappis blickte ich in viele gelöste, aber auch ratlose Gesichter.
Einfach genießen lautete das Motto. Nicht alles verstehen wollen, nicht alles analysieren, sondern einfach mal innerlich zurücklehnen und diesen eminent wichtigen Heimsieg genießen. Niemand schien sich zu fragen, was ohne den Platzverweis passiert wäre und auch mir war das von Herzen egal.
Auch die Mannschaft feierte diesen ersten Sieg der Saison fast etwas über Gebühr schließlich waren es „nur“ drei Punkte die man gerade eingefahren hat und doch fühlte sich die Jubelrunde des Team vor Ort nicht falsch an.
Schon vor dem Anpfiff staunte man nicht schlecht, als Bruno Labbadia vor der Nord auftauchte, uns applaudierte und sich mit der Faust auf die Brust klopfte. Ich mag solche Aktionen eigentlich nicht, schließlich kennen wir alle das Geschäft Profifußball in dem schon manch ein Spieler oder Trainer gegen seine Herzensangelegenheit von gestern spielen musste. Es sei ihm ein Bedürfnis gewesen sich noch einmal bei den Fans für die Unterstützung zu bedanken meinte Bruno nach dem Spiel und ich bin durchaus geneigt diese Geste als glaubwürdig, als in Ordnung einzustufen.
Dabei war ich alles andere als Begeistert, als es im April hieß: It`s Bruno again.
„Ja, jeder Mensch verdient seine zweite Chance und ich billige sie bestimmt auch Bruno Labbadia zu, aber von mir zu verlangen, dass ich meine Hoffnung auf einen Trainer setzen soll, den ich vor knapp fünf Jahren noch zum Teufel gewünscht habe, weil er es fertigbrachte innerhalb eines halben Jahres fast den gesamten Kader gegen sich aufzubringen ist schon starker Tobak.“
Schrieb ich damals.
Mittlerweile muss ich zugeben, dass Labbadia seine zweite Chance nicht nur verdient, sondern auch genutzt hat und wenn ich ihm vor dem Stuttgartspiel zurückapplaudiert habe war auch dies ehrlich gemeint und kam von Herzen.
Auch wenn es eine Aussage im Konjunktiv ist, lege ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir ohne Labbadia abgestiegen wären. Man muss ihm hoch anrechnen unter welchen Voraussetzungen er vor gut vier Monaten seinwn Job angetreten hat.
Gernandt hat in all seiner Eitelkeit von der Wunschlösung mit Tuchel gesprochen, Knäbel hat dem Team das letzte Bisschen Selbstvertrauen genommen und die Wahrscheinlichkeit als der Trainer, der den HSV in die zweite Liga führte in die Geschichte einzugehen lag bei gefühlten 95%.
Und trotzdem zögerte Labbadia nicht diesen Posten zu übernehmen. Da liegt es doch nahe ihm zu glauben, wenn er von dieser unvollendeten Beziehung zwischen dem HSV und sich spricht.
Sollte es also tatsächlich diese von mir am wenigsten akzeptierte Trainerentscheidung sein, die sich am Ende als die Richtige erweist?
Es ist noch viel zu früh dies zu behaupten, dafür ist der Fußball den die Mannschaft anzubieten hat auch noch viel zu schlecht, doch dies sollen heute andere analysieren, ich lehne mich innerlich zurück und genieße diese eminent wichtigen drei Punkte und applaudiere dem Trainer zurück, den ich eigentlich nicht haben wollte.
Einfach genießen lautete das Motto. Nicht alles verstehen wollen, nicht alles analysieren, sondern einfach mal innerlich zurücklehnen und diesen eminent wichtigen Heimsieg genießen. Niemand schien sich zu fragen, was ohne den Platzverweis passiert wäre und auch mir war das von Herzen egal.
Auch die Mannschaft feierte diesen ersten Sieg der Saison fast etwas über Gebühr schließlich waren es „nur“ drei Punkte die man gerade eingefahren hat und doch fühlte sich die Jubelrunde des Team vor Ort nicht falsch an.
Schon vor dem Anpfiff staunte man nicht schlecht, als Bruno Labbadia vor der Nord auftauchte, uns applaudierte und sich mit der Faust auf die Brust klopfte. Ich mag solche Aktionen eigentlich nicht, schließlich kennen wir alle das Geschäft Profifußball in dem schon manch ein Spieler oder Trainer gegen seine Herzensangelegenheit von gestern spielen musste. Es sei ihm ein Bedürfnis gewesen sich noch einmal bei den Fans für die Unterstützung zu bedanken meinte Bruno nach dem Spiel und ich bin durchaus geneigt diese Geste als glaubwürdig, als in Ordnung einzustufen.
Dabei war ich alles andere als Begeistert, als es im April hieß: It`s Bruno again.
„Ja, jeder Mensch verdient seine zweite Chance und ich billige sie bestimmt auch Bruno Labbadia zu, aber von mir zu verlangen, dass ich meine Hoffnung auf einen Trainer setzen soll, den ich vor knapp fünf Jahren noch zum Teufel gewünscht habe, weil er es fertigbrachte innerhalb eines halben Jahres fast den gesamten Kader gegen sich aufzubringen ist schon starker Tobak.“
Schrieb ich damals.
Mittlerweile muss ich zugeben, dass Labbadia seine zweite Chance nicht nur verdient, sondern auch genutzt hat und wenn ich ihm vor dem Stuttgartspiel zurückapplaudiert habe war auch dies ehrlich gemeint und kam von Herzen.
Auch wenn es eine Aussage im Konjunktiv ist, lege ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir ohne Labbadia abgestiegen wären. Man muss ihm hoch anrechnen unter welchen Voraussetzungen er vor gut vier Monaten seinwn Job angetreten hat.
Gernandt hat in all seiner Eitelkeit von der Wunschlösung mit Tuchel gesprochen, Knäbel hat dem Team das letzte Bisschen Selbstvertrauen genommen und die Wahrscheinlichkeit als der Trainer, der den HSV in die zweite Liga führte in die Geschichte einzugehen lag bei gefühlten 95%.
Und trotzdem zögerte Labbadia nicht diesen Posten zu übernehmen. Da liegt es doch nahe ihm zu glauben, wenn er von dieser unvollendeten Beziehung zwischen dem HSV und sich spricht.
Sollte es also tatsächlich diese von mir am wenigsten akzeptierte Trainerentscheidung sein, die sich am Ende als die Richtige erweist?
Es ist noch viel zu früh dies zu behaupten, dafür ist der Fußball den die Mannschaft anzubieten hat auch noch viel zu schlecht, doch dies sollen heute andere analysieren, ich lehne mich innerlich zurück und genieße diese eminent wichtigen drei Punkte und applaudiere dem Trainer zurück, den ich eigentlich nicht haben wollte.