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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Damals beim Darts

 Momentan läuft ja die DartsWM und da ist es durchaus angebracht sich mal wieder an die eigene "Karriere" zu erinnern. ich habe dazu vor fast 5 Jahren mal was auf SPOX.com geschrieben.

Damals beim Darts

Für die Recherche zu meinem Erstlingswerk in der Damals-Gruppe habe ich
mich in die Tiefe der Zwergen-Ruhmeshalle begeben und habe mein
sportliches Dasein noch einmal an mir vorüberziehen lassen.
Nach zehn Sekunden hab ich mich dann für eine Geschichte entschieden.

Aufgewachsen bin ich im Norden der schönsten Stadt der Welt, was den
Vorteil eines kleinstädtischen Flairs in der Hafenmetropole hatte.
In Langenhorn gab es zwar ein Naturschutzgebiet, jedoch keine vernünftige
Kneipe, in der sich junge Heranwachsende, die wir in den frühen 80ern
waren, sinnvoll, sprich mit Billard, Darts und Kickern beschäftigen konnten.

Also wichen wir nach Norderstedt aus, wo wir eine Kneipe fanden, die neben
den angesprochenen Beschäftigungsmöglichkeiten auch den Vorteil der
Abgeschiedenheit besaß, sodass man bei der Abfahrt auch mal den Hahn
aufreißen konnte.
Aus vielerlei Gründen machte unsere Heimat in den frühen 90ern dicht.
Glücklicherweise hatten zu der Zeit zwei Langenhorner Biker ein Billard-Cafe
im nahen Ulzburg aufgemacht, sodass wir vertrieben aber nicht heimatlos
waren.

In Ulzburg stellten wir uns dem Vergleich mit dem ortsansässigen Klientel,
welchen wir im Billard und Darts oft verloren, am Kicker jedoch ging der
Sieg jahrelang nur an uns Langenhorner.
Als wahre Sportsmänner nahmen wir trotzdem auch an den Turnieren
im Billard und Darts teil.

Im Darts gab es sogar eine Ligamannschaft, die ihre Wurzeln im Billard hatte
und mit denen wir häufig spielten und dabei so manches Getränk verloren.
Mitte der 90er Jahr habe ich bei einer Feier die Arbeitskollegin eines Freundes
kennengelernt und diese auch ab und zu ins Billard mitgeschleift, merkwürdiger
Weise hat sie sich auch nicht allzu sehr dagegen gewehrt.

Beim nächsten Dartsturnier meldete ich mich wieder an und da die besagte
Kollegin meines Freundes auch da war, spielten wir zusammen im Doppel.
Zu meiner Spielstärke ist zu sagen, dass mir zwar ab und zu mal eine 180
rausgerutscht ist, ich von einem 9 Darts-Finish aber in etwa so weit entfernt
war, wie Kevin Kuranyi vom Torschützenkönig bei der EM 2012.
Normalerweiser benötigten wir 18-30 Darts um die 501 mit einem Doppel
auszuwerfen.

Dementsprechend schied ich im Einzel nach zwei gewonnen Runden im
Achtelfinale aus und konnte mich auf das Doppel konzentrieren.
Im Doppel wurde abwechselnd geworfen, also drei Darts der Eine, drei Darts
der Andere Partner und was soll ich sagen, wir spielten uns ins Halbfinale
in dem wir dem topgesetzten Paar mit 3:1 Frames unterlagen.
Diese waren allerdings so stark, dass sie in einer anderen, unerreichbaren Liga
spielten und jedes Wochenende irgendwo in Norddeutschland Turniere
spielten.

Im Spiel um den dritten Platz trafen wir nun auf das Topdoppel, der heimischen
Ligamannschaft, gegen die wir auf dem Papier keine Chance hatten.
Meine Partnerin bewies während des Turniers zwar eine ruhige Hand, gerade
beim erzielen der Doppel, hatte jedoch bei der Berechnung des Weges zum
passenden Doppel ihre Schwierigkeiten. Daher war lag es an mir ihr vor
jeden Wurf das richtige Feld anzusagen.

Selbstverständlich gewannen wir das Spiel, die Pokale und ein bisschen
Preisgeld und meine Partnerin traf, von mir souffliert, die wichtigen Doppel
mit einer Sicherheit, die unsere Gegner verzweifeln lies.
Nun sind solche Siege, die man in einem Umfeld, das man regelmäßig
frequentiert erringt besonders süß, das Besondere an diesem Tag war jedoch,
dass aus meiner Partnerin meine Zwergin wurde und wir seit fast fünfzehn
Jahren verheiratet sind.

Herzlichen Dank für´s Lesen in 2015 und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Länderspielpause

Und schon wieder ist Länderspielpause. Es gilt sich in der wohl überflüssigsten Qualifikation aller Zeiten für eine aufgeblähte Europameisterschaft zu qualifizieren, die der Franzosenmichel seinem Land als Abschiedsgeschenk präsentiert, ehe er sich an die noch größeren Fleischtöpfe der FIFA begibt.
Mir wird momentan regelmäßig schlecht, wenn ich die Imagekampagnenspots des Weltverbands sehe. Die stellen sich tatsächlich unbeachtet aller Ermittlungen hin, als ginge es ihnen um den Fußball und den Menschen, die ihn spielen, wo doch wirklich jeder weiß, dass nur das Geld in den Sport gesteckt wird, welches es vorher an den riesigen Taschen der korrupten Funktionäre vorbei geschafft hat.

Beziehungen schaden halt nur dem, der sie nicht hat und Familie Platini scheint nicht unter einem Beziehungsmangel zu leiden. Aber das wisst ihr und darüber berichten auch andere wesentlich kompetenter als ich es je könnte und dennoch will ich hier mal meinen Unmut über diese raffgierigen skrupellosen Totengräber des Fußballs äußern, wohl wissend, dass dies dem sprichwörtlichen Pfeifen im Walde gleichkommt.

Interessant wird es, wenn man mich nach meinen Konsequenzen fragt, die ich aus meiner Abneigung ziehe. Bis auf gelegentliches Gepöbel ist da nicht viel. Ich könnte mich natürlich damit brüsten, dass ich weder nach Russland oder Katar, noch nach Frankreich fahren werde. Dabei käme ich mir aber etwas lächerlich vor, da ich auch bislang kein vergleichbares Großereignis besucht habe. Auch mein TV-Konsum bei Qualifikationen hält sich in Grenzen und das hat nichts mit der der Übertragung bei RTL-Dings oder Pro7-Bums zu tun, sondern schlicht und einfach mit der dabei verbreiteten Langenweile. Da ich mich aber bei meinsportradio.de an der Berichterstattung über die EM-Quali beteilige verfolge ich diese mit „beruflichem Interesse“.

Diese Zeilen kann man also auch als Hilflosigkeit verstehen, da mir nicht klar ist, wie ich mit der Problematik umgehen soll.
Wenn derartig (oder besser so abartig) viel Geld bewegt wird, weckt das natürlich Begehrlichkeiten und in Zeiten da Financial Fairplay und eine 50+1 Regelung kaum mehr als Worthülsen sind und da der VW-Betrug sich unmittelbar auf die gesamte Bundesliga auswirken kann darf man sich über Korruption wirklich nicht wundern. Erstaunt bin ich nur immer wieder mit welcher Arroganz oder auch Ignoranz diesen Funktionären die Meinung derer, die sie vertreten sollten und von denen sie bezahlt werden am Arsch vorbei geht.

Eigentlich wollte ich ja über die Situation beim HSV in dieser Länderspielpause schreiben, aber das kann ich auch ein anderes Mal machen.
Übrigens ist der HSV an Leandro Henrique do Nascimento, kurz Leandrinho interessiert (Quelle), einer der Berater des 16 jährigen Brasilianers war wohl schon bei Kühne auf Mallorca.
Hab ich schon gesagt, dass ich kotzen könnte?

Montag, 3. August 2015

Die ultimative Saisonvorschau

Gebt es zu, ihr habt gewartet
Dass die Zwergenvorschau startet
Fix gequetscht in Vers und Reim
Ultimativ! So soll es sein.

Die Bayern holen sich die Schale
Mal Vidal, schon zum X-ten Male
Zur Meisterfeier kommt weil`s schön ist
Auch vorbei der Uli Hoeness
Die Frage, die die Spannung hebt
Ist ob der Pep dies noch erlebt
Erfüllt er wirklich den Vertrag
Oder wird er davongejagt?

Endlich wieder Champions League
(Was der Konzern sehr gerne sieht)
Spielt Heckings Truppe von VW
Doch in der Liga (jemine)
Läuft das Team sich einen Wolf
Und ins Stottern kommt der Golf
Dann nach großer Inspektion
Wird`s Platz vier, das passt dann schon!

Favre grüßt herab vom Sockel
Stolzer Blick so wie ein Gockel
Auf das wohin er Gladbach führte
Und was da wohl noch kommen würde
In der Liga wird sich keiner schonen
Spielt Mittwochs man auch um Millionen
Konzentriert man sich auf`s Einerlei
Drum langt es wieder zu Platz drei

In Leverkusen unterm Kreuze
Hört man Gejammer und Geschneuze
Der Rudi heult wie ein Kind
Weil alle gegen Völler sind
Die bösen Schiris, Fans und Bälle
Sorgen für grau in Käthes Welle
Jedoch am Ende alles fein
Darf Kusen wieder Vize sein

Augsburg und Europapokal
Treffen sich zum ersten Mal
Markus Weinzierl macht die Kiste
Auf und Augsburg geht auf Piste
Das Team gefiel vor Jahresfrist
Drum bleibt der Kader wie er ist
Und darf sich auf Europa freu`n
In der Liga wird`s Platz neun

Auf Schalke geht es immer weiter
Diesmal mit Herrn Breitenreiter
Der sieht fast aus wie Hotte Held
Weshalb er diesem gut gefällt
Auch wenn Horst tüchtig investiert
Am Ende er den Job verliert
Weil es auf Schalke wieder kracht
Endet die Spielzeit mit Platz acht

Wie viel Klopp in Tuchel steckt?
Wird der Fußball neu entdeckt?
So sind beim BVB die Fragen
Die Chefs und Fans gemeinsam plagen
Nicht Fisch nicht Fleisch wird dieses Jahr
Platz fünf gerade darstellbar
Und auch im Kader lodern Brände
Für Tuchel ist`s das frühe Ende

Ob Hoffen- Sins- ob Sonstwasheim
Es ist und bleibt der Hoppverein
Doch für Leistung gibt es Lob
Und Gisdol macht nen guten Job
Dank der Liverpool-Millionen
Kann sich Fußball sogar lohnen
Am Ende zahlt sich Leistung aus
Und Platz sechs kommt dabei raus

In Frankfurt kommt man nie zur Ruh
Doch Heribert was machst denn Du?
Holst Armin wieder. Unfassbar!
Der bei Euch keine Chancen sah
Und kein Entwicklungspotential
Und jetzt versucht er`s noch einmal
Das wird nichts wieder wird er gehn
Platz 14 wird zu Buche stehn

In Bremen kannst in allen Lagen
Bei Fußballfragen Skrip-Nik fragen
Stand heute muss er du wirst lachen
Auch noch die Tore selber machen
Alle weg nur Ujah da
Mein Gott was macht denn Werder da?
Am Ende erntet man den Lohn
Für Bremen heißt`s Relegation

Die Mainzer Spieler heiß begehrt
Doch läuft es wie beim Ball verkehrt
Der Heidel stopft die ganzen Löcher
Holt Talente noch und nöcher
Auch auf der Bank sitzt ein Talent
Das man bald in Dortmund kennt
Platz elf soll es am Ende sein
Für den Karnevalsverein

Solide Arbeit beim Effzeh
Dies Schreiben müssen tut schon weh
Bieder wie ein Bürokrat
Schreitet der Effzeh zur Tat
Und Stögers Taktik greift und fast
So schwer es fällt: Effzeh das passt!
Doch kann man Kölner auch noch erden
Sollte es am Schluss Platz sieben werden?

Um sechsundneunzig ist mir bang
Ich glaube Frontzeck bleit nicht lang
Auch Duffner wird sich dann nicht halten
Dann muss der Kind alleine schalten
Neuer Trainer – frisches Blut
So wird am Ende alles gut
Platz 13 und das Auge blau
Für den kleinen HSV

Für Stuttgart läuft es etwas besser
Man bewegt sich im ruhigen Gewässer
Das Saisonfinale macht mir Mut
Spielerisch war das schon gut
Der Zorninger wird`s etablieren
Und seine Mannschaft wird marschieren
Am Ende reicht es zu Platz zehn
Und man kann eine Entwicklung sehn

Spielerisch tut BSC
Nicht nur den Fans der Hertha weh
Ob Dardai Pal (ein guter Mann)
Daran wohl etwas ändern kann?
Von Preetz da halt ich auch nicht viel
Der Mann ist doch ein Trauerspiel
Drum geht’s hinab in Liga zwo
Platz siebzehn heißt es He Ha Ho

Relegation für`n HSV
Kommt nicht so viel weiß ich genau
Zwei Schweinchen auf der Brust sind schön
Doch wird es diesmal ohne gehn
Und selbst der Trainer bleibt erhalten
Darf weiter kräftig mitgestalten
Für Hamburg heißt es Mittelfeld
Platz 12 bedeutet heile Welt

Ob Ingol- oder Audistadt
Der Verein etwas zu bieten hat
Obwohl man (was ich nicht ganz schnalle)
Ziehen ließ den Felgen-Ralle
Die Klasse kann man trotzdem halten
Wird man als Team das Spiel gestalten
Platz fünfzehn wird`s am Ende sein
Und Mama Audi denkt sich: Fein!

Darmstadt – krasser Außenseiter
Geht der Lilien Märchen weiter?
Die Chancen stehen nah bei nuul
Doch ganz ehrlich ich fänd`s cool
Sollt Schuster was nicht geht gelingen
Und Darmstadt von der Klinge springen
Nur glauben mag ich daran kaum
Nach einem Jahr ist aus der Traum

Dunkel war`s, der Mond schien helle
Als ich langsam auf die Schnelle
Schrieb auf einer glatten Welle
Der Bundesliga Schlusstabelle

Samstag, 14. März 2015

Es geht wieder los

Schon vor dem ersten Formel 1 Wochenende im Jahr 2015 waren viele Fragen beantwortet und nach der ersten Qualifying sind einige Antworten oder Bestätigungen hinzu gekommen.
Ganz offiziell können wir dem Mercedes AMG Petronas Formula One Team zur Verteidigung des Teamweltmeistertitels gratulieren. Die erdrückende Dominanz des Vorjahres scheint sich nicht nur fortzusetzen, sie wurde im Winter noch ausgebaut. Wie jetzt die vier Traingssessions wurden auch schon die Testfahrten von den Silbernen bestimmt. Für die Konkurrenz bleibt nur auf Fehler seitens Mercedes zu hoffen um vielleicht mal eine Poleposition hier oder einen Sieg da zu erben.

Auch in der Fahrerwertung gibt es einen klaren Favoriten. Lewis Hamilton wird seinen Teamkollegen noch klarer als im Vorjahr beherrschen. Der Brite war schon in der letzten Saison eindeutig schneller als Nico Rosberg und hat sich im Laufe des Jahres noch weiter entwickelt. Viele Flüchtigkeitsfehler wird sich der Brite nicht leisten, davon bin ich überzeugt und so bleibt für Nico auch nur die Hoffnung den Fehlerteufel auf seiner Seite zu haben. Allerdinge sollte sich bei 20 Rennen auch wirklich der schnellere Fahrer durchsetzen und das ist für mich eindeutig Lewis.

Hinter den Mercedes kämpfen Williams, Red Bull und Ferrari um den verbleibenden Platz auf dem Podium. Wenn man sich die Dominatoren wegdenkt, wäre dies der wünschenswerte Kampf dreier Motorenlieferanten um die Krone des Rennsports und auch so wird dieser Sechskampf für die renntechnische Spannung sorgen.
Ferrari hat im Winter den größten Schritt nach vorne gemacht und den Rückstand auf Williams aufgeholt. Sebastian Vettel hat sich gut eingelebt und scheint seinen Partner Kimi Räikkönen zu beherrschen. Bei Williams ist nicht nur was die Fahrer betrifft alles beim Alten geblieben, irgendwie hat man das Gefühl, dass da noch etwas mehr gehen würde, doch das letzte Risiko gescheut wird um wirklich alles aus Auto und Fahrer heraus zu holen.

Red Bull hat zu Beginn dieser Saison wieder sehr unter dem Renaultmotor zu leiden, bemerkenswert ist, dass die kleine Schwester mit diesem Manko besser zu Recht zu kommen scheint. Torro Rosso bewegt sich auf Augenhöhe mit dem Exweltmeisterteam. Lotus hat auf Grund des Wechsels auf den Mercedesmotor Fortschritte gemacht und kann sich in dieser Saison tatsächlich auf die Abstimmung ihres Boliden konzentrieren.
Enttäuschend verläuft bislang das Comeback von Honda, die den McLaren kaum zum Laufen bekommen und im Qualifying lediglich die beiden Manor Marussia hinter sich ließen, die allerdings ihre Boxen gar nicht verlassen haben.

Überhaupt ist der Abstand der kleinen Teams wie Sauber und Force India größer geworden, was einzig und allein am Geld liegt. War Force India zu Beginn der letzten Saison noch in der Lage einige Ausrufungszeichen zu setzen, hinken sie in diesem Frühjahr sehr weit hinterher, da sie im Winter kaum testen konnten. Für Sauber sorgte Felipe Nasr während des Trainings von Melbourne für ein paar Achtungserfolge und der 11. Startplatz ist besser als erwartet.
Sonst bestimmte bei den Schweizern die Vertragsposse um Guido van der Garde, der sich ins Cockpit klagen will die Schlagzeilen.

Der mangelnden Spannung an der Spitze des Feldes sei Dank wird den diversen Nebenkriegsschauplätzen des Formel 1 Zirkus noch mehr Aufmerksamkeit als sonst geschenkt.
Egal ob das Helmdesign reglementiert wird, über Verteilung der üppigen Gelder öffentlich gestritten, oder der große Preis von Deutschland laut Aussage eines älteren Herren nach Österreich verpflanzt wird, alles taugt zur Schlagzeile.
Ich gucke die Rennen eigentlich nur noch, weil ich im Radio darüber berichte und weil ich es schon immer getan habe und ich weiß, dass es vielen Motorsportfans ähnlich geht. Dabei versucht Sky mit der Ansetzung von Sascha Roos als Kommentator, der mir mit seinen naiv-dümmlichen Äußerungen weiterhin auf die Nerven gehen darf, mir auch noch das letzte Bisschen Vergnügen an der Formel 1 zu nehmen. Da der Sound in der Formel 1 auch nicht mehr das ist, was er mal war, könnte man eigentlich den Ton auch ganz weglassen, ich glaube das nennt man dann Formel E.

So werde ich morgen das Rennen im Relive gucken und beim Frühstück auf das Unerwartete hoffen, egal ob dies Spannung an der Spitze oder geistreiche Kommentare des Herrn R. bedeutet. Wenn ich auf eines von beiden wetten sollte, wäre es das Rennen, denn da könnte ein schleichender Plattfuß im richtigen falschen Moment oder übertriebener Ehrgeiz schon ausreichen…

Donnerstag, 10. Juli 2014

Die WM und ich

Warum auch immer, ich komme in diesem Jahr nicht so recht in WM-Stimmung. Dabei war ich noch nie ein großer Nationalmannschaftsfan, der im Trikot vorm TV oder auf Fanfesten das letzte bisschen Verstand verliert, wenn Jogis Jungs gegen den Ball treten, doch als Müller das 1:0 gegen Brasilien erzielte, habe ich mich statt zu jubeln gefragt, wie der Torschützenkönig von 2010 derart frei zum Abschluss kommen konnte. Ich freue mich wirklich, dass die deutsche Elf es bis ins Finale geschafft hat, doch ob meiner emotionalen Entfernung vermag ich nicht euphorisiert oder gar stolz darauf zu sein.

Noch weniger vermag ich, der ich durchaus ein Freund des gepflegten Bashings bin, Häme für die Brasilianer zu empfinden. Im Gegenteil. Mir gingen die so öffentlich gezeigten Gefühle der Spieler aber auch der Fans sehr nahe. Man sah wie schwer der Rucksack gefüllt mit dem Trauma von 1950 und den Erwartungen der ganzen Nation für die Selecao gewesen sein musste. Man sah wie übermotiviert sie ins Spiel gegangen sind und wie sie unter dem Druck und dem Blick der ganzen Welt zusammenbrachen.

Man sah aber auch, wie eine gereifte deutsche Elf das annahm, was ihr angeboten wurde und diese Angebote (welt)meisterlich in Tore ummünzte. Darüber hinaus meinte ich sehen zu können, dass die Nationalmannschaft es während und vor allem auch nach dem Siel nie an Respekt für den Gegner hat mangeln lassen. Direkt nach dem Abpfiff sah es sogar fast so aus, als wüsste man nicht ob und wie man jubeln dürfe, ohne die Brasilianer zu brüskieren.
Das, genau wie die geerdeten Äußerungen der Nationalspieler nötigte mir Respekt ab und die gelungene Präsentation meines Heimatlandes machte mich auch ein kleines bisschen stolz.

Sportlich hat das DFB-Team es zu 100% verdient ins Finale einzuziehen und dieses auch gegen Argentinien zu gewinnen, bei deren Sieg im Elfmeterschießen ich dann doch ob des peinlichen Auftritts von Tim Krul gegen Costa Rica etwas Genugtuung verspürte. Die Argentinier, wie auch die Niederlande, versuchen in erster Linie das Spiel des Gegners zu unterbinden. Eine ebenso legitime wie unattraktive Art des Fußballs. Das kommt bei mir HSV verwöhnten Fußballästheten natürlich nicht gut an.

Vor und auch während der WM habe ich kaum ein gutes Haar an Jogi Löw und seinem Funktionsteam rund um die Nationalmannschaft gelassen und nachdem ich schon einmal Abbitte geleistet habe, tue ich das hier gerne noch einmal: Wenn seine Mannschaft alles in allem den besten Fußball der WM spielt und sich darüber hinaus auch noch positiv als Botschafter des Landes präsentiert, kann der Delegationsleiter nicht viel verkehrt gemacht haben.
Auch wenn ich sein Auftreten als Person nach wie vor nicht mag, wünsche und gönne ich Joachim Löw den Sieg am Sonntag und damit die Krönung seines zehnjährigen Wirkens beim DFB.
Und wer weiß, vielleicht verhilft mir diese späte Einsicht auch zu etwas WM-Stimmung.

Dienstag, 8. Juli 2014

Jogi Löw

Wenn man sich öffentlich äußert und dabei auch gerne mal deutlich Kritik übt, muss man damit rechnen auch mal daneben zu liegen. Ich habe im Vorfeld der WM kein gutes Haar an Joachim Löw gelassen und habe neulich im WM-Talk auf meinsportradio.de dem Konne versprochen öffentlich Abbitte zu leisten, wenn Löw es schafft mit seiner Truppe ins Finale einzuziehen.
Als kleinen Vertrauensvorschuss vor dem heutigen Halbfinale ziehe ich dies jetzt vor.

Doch wie könnte man Engelchen und Teufelchen in meiner Brust besser hervorlocken, als mit dem großartigen Wechselgesang von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood, die bestimmt schon 1967 Jogi Löw meinten, als sie Summer Wine sangen.
Spielt das Video ab und lest oder singt den Text dazu.

Viel Spaß und mea culpa, Jogi!





Adrett gekleidet von dem Scheitel bis zum Fuß
Die Haare sitzen auch nach einem Regenguss

Du wirkst so affektiert, sitzt Du auf Deiner Bank
Sprichst Du zur Presse lache ich mich meistens krank
Am Schal um Deinen Hals will zieh`n ich und zwar stark
Denn wenn Du redest sagst Du meist nur Quark
Oh Oh Jogi Löw


An Deinen Lippen hängt das ganze Fußballland
Die Journalisten fressen Dir aus Deiner Hand
Du bist so kompetent sowas von seriös
Jetzt krieche ich zu Kreuz, sei mir nicht bös
Oho Jogi Löw

Wenn große Spiele kamen hast Du stets versagt
Sehnsucht nach Titeln wurde unter Dir vertagt
Zweiter und dritter Platz war`n gut für Dich
Und für den DFB wie lächerlich
Oh Oh Jogi Löw

Den Spielern hat es wohl an Erfahrung noch gefehlt
Doch hast Du weiterhin auf Deine Jungs gezählt
Jetzt zahlen sie zurück, ein Wort ein Mann
Wie man an so nem Kerl nur zweifeln kann
Oho Jogi Löw

Mit einem Stürmer nur fuhrst nach Brasilien
Glaubst Du denn wirklich so gewinnt man die WM
Außenverteidiger find man im Kader nicht
Sag mal Du bist doch wohl nicht mehr ganz dicht
Oh Oh Jogi Löw

Die Überlegung war wohl doch gar nicht so schlecht
Denn der Erfolg gibt nur dem wahren Sieger recht
Nach acht Jahr`n stehst Du jetzt so kurz vor Deinem Ziel
Weshalb ich mich bei Dir ent - schuldigen will
Oho Jogi Löw




Mittwoch, 26. März 2014

27 erstrunden Pokalspiele

Wir kennen und lieben sie, die erste Runde DFB-Pokal in der es nicht nur nach Wurst und Bier, sondern auch immer nach Sensation riecht, in der sich Ligaschwergewichte aus den Metropolen in die Provinz begeben, um dort das Wort des Fußballs zu verbreiten und einen Hauch des Profitums zurückzulassen. Ganze Regionen strömen dann elektrisiert von dem Geschehen auf die Bolzplätze mit Zusatztribünen und verwandeln das Marktplatzstadion für einen Tag in das  Maracana.

In diesem Jahr haben 17 Bundesligisten je drei erstrunden Pokalspiele. Eins im Pokal als Favorit und zwei in der Liga als Underdog. Leider hat es keiner dieser Underdogs in den bisherigen 27 Versuchen geschafft den Favoriten zu schlagen, man munkelt von zwei Unentschieden, die erreicht wurden, ich kann mich da noch verschwommen dran erinnern.
Die erste Pokalrunde bezieht ihren Reiz daraus, dass die Sensation nicht nur möglich ist, sondern manchmal sogar eintrifft. In der Liga ist sie momentan nur möglich.
Also theoretisch...

Auch wenn es vielleicht so aussieht, soll das hier nicht das Gequengel eines Fußballfans sein, dessen Mannschaft sich fern ab des eigenen Anspruchs im (nervenzerfetzenden) Abstiegskampf befindet. Viel mehr geht es mir darum, bei aller Anerkennung und allem Respekt für die konstante Leistung des FC Bayern München in diesem Jahr darauf hinzuweisen, dass eine Liga ohne Meisterschaftskampf doch eher langweilig daherkommt.

Heute möchte ich von ganzem Herzen den FC Bayern zum frühesten Gewinn der Meisterschaft aller Zeiten gratulieren, aber nicht ohne frei nach Uwe Seeler zu sagen:
Ich mache mir Sorgen um die Zukunft der Bundesliga.

Freitag, 3. Januar 2014

Winterpause

Winterpause - Transferfenster,
Ladenhüter und Gespenster
taugen plötzlich zur Schlagzeile,
weil`s besser ist als Langeweile!

Nachdem der Herbstmeister gekürt,
wird, ganz egal ob`s draußen friert,
die Winterpause ausgerufen,
als bräuchte man im Regen Kufen.

Zwei Wochen Urlaub für die Spieler,
das Wetter immer noch nicht kühler,
trifft man sich wieder - Tatendrang-
zur Vorbereitung wochenlang.

Meistens im Süden, dort wo`s warm,
greifen jetzt die Spieler an,
von denen nichts zu sehen war
im grade abgelauf`nen Jahr.

Am Telefon zur selben Zeit
ist der Sportchef schon bereit,
seinen Kader auszumisten,
denn es gelten strenge Fristen,

um die Spieler zu verschieben,
die zu seinen Füßen üben,
schießen, passen und auch laufen,
zu verleihen, zu verkaufen.

Der Hoffnungsträger von vorhin,
der ihm verwirrte jeden Sinn,
will nicht richtig funktionieren,
den wird er jetzt mal aussortieren.

Und andersrum den Nachwuchsheld
zieht's in die weite Fußballwelt,
dort -von Beratern angepriesen-
gibt es Erfahrung und Devisen!

Doch ganz egal, was es auch ist,
als Sensation wird`s aufgetischt!
Der Boulevard ist stets bereit,
sonst ist ja Sauregurkenzeit.

Auch die Vereine freuen sich,
wenn man zuhaus über sie spricht,
rückt das den Sponsor doch ins Licht
und ohne diesen geht es nicht.

Drum wird geübt und testgespielt,
geschasst, verpflichtet, vorgefühlt,
geschachert um des Teufels Seelen,
doch ohne das würd mir was fehlen.

Und kommt der Winter, friert er, schneit er,
dann geht’s auch mit der Liga weiter...

Das Ding ist zwar schon ein Jahr alt, aber immernoch aktuell!

Montag, 30. Dezember 2013

Sportevents - Baggern erlaubt?

Neulich fand wieder eins dieser Sportevents statt. Biathlon auf Schalke. Eine Veranstaltung bei der die Sportler allein schon durch das Atmen fahruntüchtig werden, dafür aber noch bemerkenswert gut schießen. Bei der eine Bombenstimmung herrscht, wenn man als Sportler denn mit einem deutschen Biathleten in die Halle kommt (frei nach Emil Hegle Svendsen). Wo gejubelt wird wenn die internationalen Teilnehmer danebenschießen, eine Unart, die man den Russen in Khanty-Mansiysk Jahr für Jahr vorwirft.

Überhaupt was soll dieser Blödsinn? Warum karrt man hunderte Tonnen Schnee von sonst wo in die Arena anstatt dort zu laufen wo er von alleine fällt?
Zum einen natürlich weil man`s kann und zum anderen weil es 40000 Zuschauern vor Ort und Millionen vor der Glotze gefällt. Ein wenig Geld wird natürlich auch verdient. Vor allem geht es aber um die Gunst der Zuschauer, schließlich befinden sich die Sportarten in einem Wettbewerb um Publikum und Sponsoren, ohne die heutzutage nichts mehr geht.

Auch in anderen Sportarten gibt es Bemühungen Aufmerksamkeit zu erhaschen. So dienen die Sprintwettbewerbe im Langlauf dazu diese Sportart in die Stadien oder gar ans Rheinufer zu bringen. Oder man schleppt sich eine Skipiste hoch und vergewaltigt dabei den eigentlich ästhetischen Laufstil bis zur Unkenntlichkeit.
In der Nordischen Kombination wurden ebenfalls neue Wettbewerbsarten geprüft und zum Glück für untauglich erklärt, der Teamwettkampf hat sich dagegen wie auch der im Rodeln bewährt.

In der Formel 1 wurde das Überholen durch DRS, also eine Klappvorrichtung des Heckflügels erleichtert, welches nur vom hinterherfahrenden Piloten verwendet werden darf  vereinfacht. Sinn und Zweck ist mehr Spektakel, welches zu Lasten des sportlichen Wettkampfs geht.
Beim Beachvolleyball sind Animateure am Spielfeldrand, die den Einsatz von Klatschpappen koordinieren und so dem fachunkundigen Publikum die Teilnahme am Event ermöglichen, bei dem übrigens ganz großer Sport abgeliefert wird.


Auch bei der kommenden Fußball WM, bei derer korrekten Schreibweisen man mindestens ein besser zwei „FIFA“ verwenden muss, stellt sich die Frage wo denn die echten Fans sind. Sind es die Zuschauer vor Ort, die hübsch bemalt dank gesponserten Tickets die Nationalmannschaften supporten, oder die Besucher der Public Viewings , die diese öffentlichen Orte aufsuchen um mal richtig abzufeiern?

Gibt es überhaupt richtige Nationalmannschaftsfans? Und überhaupt stehen die richtigen Fans nicht an Sportplätzen anstatt Arenen zu besuchen? Dürfen echte Fans sitzen oder haben sie zu stehen? Sind Ultras, die weitestgehend unabhängig vom Spielgeschehen durchgehend supporten Fußballfans oder feiern sie sich nur selbst? Leisten nicht die Kuchenblockbesucher mehr für die Vereine, da sie hoffnungslos überteuerte Tickets in Anspruch nehmen und die Fanartikel des Vereins kaufen? Und kämen sie auch in die Stadien, wenn die Stimmung der Ultras ausbleiben würde?

Wo hört eigentlich der Sport auf und fängt ein Event an? War es Sport, als ich gemeinsam mit meiner Frau damals einen Pokal beim Darts gewonnen habe und ist es ein Event, wenn es die Spieler vor laufenden Kameras und grölenden, stark alkoholisierten Zuschauern im Ally Pally versuchen?
Ist ein Abfahrtslauf zu leicht gesteckt, wenn es keine ernsthaften Stürze gibt und sind Radrennen interessant, wenn sie über Strecken verlaufen, die man auch ohne Doping bewältigen kann?

Ich denke beim Sport sollte es wie beim Sex sein, erlaubt ist was gefällt, wenn es mit erlaubten Mitteln zugeht und wenn es nicht gefällt lässt man es einfach, oder versucht es auszugrenzen oder gar zu verbieten.
In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch ins olympische Jahr!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Der Trainer

frei nach Der Fischer von Johann Wolfgang von Goethe

Die Arena braust, von dem Applaus
Ein Trainer sitzt darin
Auf seiner Bank er ist berauscht
Gedanken fliegen hin
Und wie er sitzt und wie er denkt
Dass alles ihm gelingt
Von Schulterklopfern abgelenkt
Von Anhängern umringt

Da wetzt am Rand ein Journalist
Den er einst stehen ließ
Im Regen war`s, vor Jahresfrist
Die Feder und beschließt
Wart ab Du Trainer, du bist weg
Wenn ich hier lang noch schreib
Ich werd` Dich ziehen durch den Dreck
Kein sauber Hemd Dir bleibt

Wo hell das Licht, auch Schatten ist
Erfolg weicht dem Verlust
Fiel alles leicht vor Monatsfrist
Herrscht heute nur der Frust
Die Zeitung schlägt der Trainer auf
Und liest in dem Papier
Raus mit dem Manne, gebt ihn auf,
Wir woll`n ihn nimmer hier!

Die Arena kocht, der Geifer tropft
Die Kündigung gebracht
Als es auf seiner Schulter klopft
Der Schreiber ist`s und lacht
Denk` mal an jenen Regentag
Da ließest Du mich steh`n
Jetzt gab ich frei Dich zu der Jagd
Wirst hier nie mehr geseh`n 

Samstag, 19. Oktober 2013

Egomanenreim

Die Bayern führ`n schon mit dreieins
Dann gabs nen Strafstoß gegen Mainz
Robben schnappt sich den Ball
Sagt Kollegen den knall
Ich dem Wetklo ins Netz klarer Fall

Doch der Arjen durft diesmal nicht schießen
Das tat ihn sehr sichbar verdrießen
Voll Wut sieht man ihn
Von dannen ziehn
Knallt den Ball volle Wucht auf das Grün

Manch ein Fan mag den Robben ja mögen
Für Bayern sei er gar ein Segen
Doch wer sich so verhält
Über`s Team sich so stellt
Kein Platz hat in meiner Fußballwelt

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Jogi spricht

Wenn Jogi spricht ist alles still
Denn er sagt uns was er was will
Kritik ist sogar wünschenswert
Wie er uns mit Bedacht erklärt
Nur konstruktiv sollte sie sein
Das leuchtet hier wohl jedem ein
Sogar dem Mats vom BVB
Der noch vor kurzem klagte weh
Dass er ward nicht mehr eingesetzt
Weil das Schweigen er verletzt
Oder Stefan Schützenkönig
Dem nutzen alle Tore wenig
Er bleibt immer dritte Wahl
Jogi meint so ist`s nun mal
"Nicht wie im Wind die Fahne dreht
Sondern wie die Eiche steht
So bin ich und so will ich sein"
Sagt er und guckt sehr grimmig drein
"Und wenn ich Götze haben will
Dann hol ich ihn, Hoeneß sei still
Und auch dem Zlatan sei gesagt
Dass es bei ihm ganz oben hakt"
Guckt in die Runde, strenger Blick
Sein Publikum hält sich zurück
Zum Glück muss ich das nicht so machen
Wenn Jogi spricht, dann muss ich lachen!






Montag, 5. August 2013

Pokalgedanken

Na das ist ja gerade noch mal gut gegangen.
Aus einer peinlichen ersten Stunde ist am Ende  ein "standesgemäßer" Viernullsieg geworden. Nicht auszudenken, was zu lesen gewesen wäre, wenn es denn anders gekommen wäre.
Hätte hätte Fahrradkette wie Voegi immer sagt.
Und recht hat er damit.

Der Konjunktiv taugt nicht als Stilmittel einer Analyse und doch sollte man das Was-wäre-wenn-Szenario nicht ganz außer Acht lassen, wenn man sich über das Weiterkommen freut. Erst recht sollte man daran denken, wenn man sich über das Ausscheiden der lokalen Mitbewerber freut. Natürlich konnte auch ich mir ein Lächeln nicht verkneifen, als die Ergebnisse aus Saarbrücken und Münster feststanden, mit Häme hab ich mich allerdings ganz bewusst zurückgehalten.

Wer liest denn die von mir getwitterten Kommentare hab ich mich gefragt und bin bei der Durchsicht meiner Timeline zu der Bewertung gekommen, dass die Anhänger von Wer da? und dem St.adteilverein darin, bis auf die Tatsache des schlechten Geschmacks bei der Auswahl von Lieblingsvereinen eigentlich doch sehr angenehme Zeitgenossen sind. Warum also noch nachtreten, wenn der Gegner eh schon am Boden ist?

Grund zum Feiern gab es nach dem Gewürge, das letztlich zum Weiterkommen gelangt hat eigentlich auch nicht und Schott Jena hat auch nicht die Klasse von Preußen Münster oder dem 1.FC Saarbrücken, also lassen wir die Kirche im Dorf und freuen uns auch nachträglich noch mal über das machbare Los, welches uns so gelassen über die erste Runde DFB-Pokal reden lässt.

Natürlich ist das nur meine Sicht der Dinge und nicht jeder hat so eine angenehme Timeline wie ich und wenn ich ganz ehrlich bin könnte ich mich bei einem Sieg des BSV SW Rehden am heutigen Abend wahrscheinlich auch nicht zurückhalten, aber davor steht ja noch ein Konjunktiv.
Und was für einer...

Mittwoch, 26. Juni 2013

Die Guardiolashow

Dem Volke geben was es will
So wars schon bei den Römern Stil
Brot und Spiele stimmten froh
Heut gibt’s die Guardiolashow

In Syrien herrscht Bürgerkrieg
Das kriegt hier kaum noch einer mit
Gewallt die herrscht ist für den Po
Und in München? Guardiolashow

Edward Snowden hat erzählt
Wer mithört, wenn er angewählt
Jetzt jagt ihn CIA und Co
Und in München? Guardiolashow

Hochwasser fort, es bleibt der Dreck
Die Flut erfüllte ihren Zweck
Verkommt zum Wahlkampfrodeo
Und in München? Guardiolashow

Proteste gibt’s beim Confedcup
Gewalt, Randale nicht zu knapp
Der Preis zu hoch für Bus und so
Und in München? Guardiolashow

Der Präsident war in Berlin
Zum Glück lies man ihn wieder ziehn
Erwählte Hörer Ahs und Oh
Und in München? Guardiolashow

Er spricht schon deutsch und er hat Stil
Doch ehrlich das war viel zu viel
Drum hoff ich auf nen Griff ins Klo
Bei Bayerns Guardiolashow



Dienstag, 4. Juni 2013

Der Erlpoldi

Endlich Sommerpause.
Ich habe mir vorgenommen während dieser ein paar alte Kamellen aus der der gleichnamigen Spox-Gruppe zu importieren und anfangen will ich mit dem Erlpoldi.
Wir schreiben also das Jahr 2011 und ganz Köln ist ob des neuen Trainers euphorisiert.
Ganz Köln? Nein, denn als Stahlhart Pobacken (Stale Solbakken) dem Poldi das Kapitänsamt entzog, gab es einen #Aufschrei, der mich zu diesem meinem ersten Werk im Internet transpirierte.
Ich nahm mir dabei die Frechheit mich an Goethes Erlkönig anzulehnen...


Der Erlpoldi

 
Wer rennet so spät noch ums Geißbockheim?
Es ist der Podolski, er rennt nicht allein.
Er hat den Frank Schaefer an seiner Seit`
Sie laufen gemeinsam, rennen zu zweit.

Oh Poldi was guckst Du mit langem Gesicht?
Siehst Du, Extrainer den Solbakken nicht!
Den norweg`schen Trainer ohne Haar auf dem Haupt?
Klar Lukas, Dein Trainer, der fest an Dich glaubt.

Du Lukas bist wichtig, ich rechne mit Dir!
Bist für uns in Kölle ein Held, eine Zier.
Erster unter Gleichen bist Du auf dem Feld
Erobern zusammen die Fußballwelt!

Oh Schaefer, Extrainer, sag hörest Du nicht,
Was mir der Neue so leise verspricht?
Beruhig Dich mein Poldi und höre ihm zu,
Hier profitiert einer und dieser bist Du!

Bist mein Mann für besond`re Momente im Spiel,
Sollst selbst Dir treu bleiben, ich erwarte nicht viel.
Dafür brauchest Du nicht mal die Binde am Arm.
Sie kleidet Dich mäßig und hält nicht mal warm.

Oh Schaefer, Extrainer siehst Du nicht die Hand,
Des Neuen sich schälen aus seinem Gewand?
Natürlich mein Lukas, ich sehe sie, klar,
Er bietet zum Gruße sie freundlich Dir dar.

Du brauchst jetzt nicht länger der Spielführer sein,
Der Pedro ist jetzt Nummer eins im Verein!
Oh Schaefer, Extrainer er will mir ans Amt,
Die Binde mir rauben gegen jeden Verstand!

Da grauset`s dem Schaefer, er fasset es kaum,
Die Angst des Podolski war kein böser Traum!
Er stoppt ihn beim Laufen, wirft ihn in den Dreck,
Dreht ihn zur Seite, die Binde war weg!


Sonntag, 19. Mai 2013

Und ewig dreht das Karussell

Das war sie jetzt also die Saison 12/13!
Spannend wurde sie zu guter? letzt nur noch durch ein obskures Spiel im Abstiegskampf und durch die ewige Rotation des Trainerkarussells.
Ob es nun wirklich der letzte Trainerauftritt von Don Jupp war ist noch nicht abschließend geklärt, auf jeden Fall war sein Auftritt in Mönchengladbach nahezu perfekt inszeniert. Dort wo alles begann ging es jetzt zumindest ligamäßig auch zu Ende. Dabei zeigte auch der ewig spröde Heynckes ein paar Emotionen, als er mit einem Applaus auf der PK empfangen wurde.

Einen Applaus und damit auch jegliche Rührseligkeit versuchte Thomas Schaaf zu vermeiden, in dem er seinen Abschied um eine Woche vorverlegte. Bei allem anfänglichen Unverständnis über den Zeitpunkt dieser sich abzeichnenden Trennung, kann ich seine Entscheidung mittlerer Weile nachvollziehen. Warum das letzte Spiel zu einer gefühlsduseligen Angelegenheit aufbauschen, wenn man die große Bühne auch weitesgehend unbemerkt durch den Hinterausgang verlassen kann?
Ein typischer Schaaf.

Komplexer war die Situation in Köln und daher will ich auch etwas weiter ausholen.
Während seiner Zeit beim St.Adteilclub, am wahren Dom, war Holger Stanislawski vor allem eins authentisch. Die Art und Weise wie er den maroden Kiezclub aus der sportlichen Bedeutungslosigkeit geführt hat, nötigte mir absoluten Respekt ab, der sich durch den erfolgreichen Spagat zwischen Trainertätigkeit und Ausbildung in Richtung Bewunderung entwickelte. Seine Tätigkeit in Hamburg gewinnt an Bedeutung, wenn man sieht, wie gesichtslos sein Exverein nach seinem Abgang geworden ist.

Auch wenn ich Stanis Wunsch nach Veränderung nachvollziehen konnte, stieß die Wahl seines neuen Arbeitgebers (nicht nur) bei mir auf absolutes Unverständnis. Nahezu jeden Verein hätte er sich aussuchen können, aber das Fußballprojekt Hopp war ein Griff ins Klo. Nach Köln schien er umso besser zu passen, seine Interviews erreichten schnell Kultcharakter und nach dem schwachen Saisonstart stellten sich auch erste sportliche Erfolge ein.

Angreifbar machte er sich durch die Transfers von Matze Lehmann, seinem Kapitän aus paulianer Zeiten und besonders Maierhofer im Winter. Man hatte sich erhofft, dass er mehr auf die Jugend setzen würde und zumindest die Fans wären auch bereit gewesen dafür zehn Punkte und 6 Plätze in der Tabelle opfern. Er anscheinend nicht. Ob die schwindende Rückendeckung von Fans und Verein oder der Wunsch nach erneuter Veränderung ausschlaggebend für seinen Rücktritt war ist Spekulation.
Die Syker Kreiszeitung (hauptverantwortlich für den Bremer Presserummel) und Thomas Eichin dementieren bislang die Kontaktaufnahme Werders mit Stani.

Meine Theorie ist ja, dass Stani der Abgang nahegelegt wurde, um Platz für Schaaf beim Effzeh zu scha(a)ffen, während Heynckes neuer Werdercoach wird. Stani könnte dann im November Nachfolger von Pep Guardiola werden, der wegen anhaltender Erfolglosigkeit nach der ersten Saisonniederlage bei den Bayern entlassen wird.
Meine Hoffnung, dass ein weiteres Pferd des Karussells durch einen norddeutschen Singvogel besetzt wird, wurde bislang nicht erfüllt, also beobachte ich das Treiben weiter und bin gespannt, wer als nächstes der Zentrifugalkraft zum Opfer fällt.










Mittwoch, 8. Mai 2013

´nen Reim drauf gemacht

Ich verfolge den Fußball seit ewigen Zeiten,
Sah schon Uwe Seeler Spiele bestreiten.
Der Ball noch aus Leder, das Tor noch aus Holz,
Auf Kicker aus Deutschland warn schon damals wir stolz!

Ich kann mich erinnern an manch ein Spiel,
Das mir schon damals beim Zusehn gefiel,
Als in Frankfurt das Stadion glich einer Pfütze,
Sah Helmut Schön, den Mann mit der Mütze,

Sah wie Berti dem Johann Grenzen aufzeigt,
wie der Sepp jedem Angriff den Zauber austreibt.
Ich sah Franz dirigieren,
Fußball zelebrieren,
Ich sah Hölzenbein fliegen,
Uns Holland besiegen!
Doch muss ich mich heute fragen,
wie konnt man`s nur ertragen.

Ich sah wie Uli in Belgrad vom Punkt vergibt,
Deutschland in Cordoba die A-Karte zieht,
Wie Hrubesch in Rom zwei Treffer erzielte
und in Gijon kein Spieler mehr spielte.

Sah in Mexico ein Tor von Gottes Hand,
als Uli den Franz Suppenkasper genannt.
Sah wie Rijkaard spuckte,
Bodo Stuart ausguckte,
Rudi Völler fliegen,
Uns Argentinien besiegen!
Doch muss ich mich weiter fragen,
wie konnt man`s nur ertragen.

Wie schade, dass damals noch keiner kapiert,
wie den Fußball man als Event zelebriert.
Es wurd nicht um Namensrechte gerungen,
auch nicht der FIFA-WM-Song gesungen!

Die Fanmeile fand im Wohnzimmer statt,
Eh man Public Viewing erfunden hat.
Kein Fähnchen am Wagen,
Kein Make Up getragen,
Nicht auf Kommando gefreut,
wie zur Karnevalszeit!
Es fehlte an jeglicher Infrastruktur,
Heute fehlen die Titel nur.

Dienstag, 30. April 2013

Zum Erfolg verdammt



Das es für Werder Bremen bis zum Ende der Saison noch um etwas geht ist nicht neu. Nur die Tabellengefilde in denen sich dies abspielt haben sich doch geändert. Fünf mal in Folge haben die Werderaner zwischen 2004 und 09 in der Champions League gespielt und auch für die Saison 10/11 gelang die Qualifikation für die Königsklasse.
In diesem Jahr steht die Elf von der Weser am 32.Spieltag vor einem richtungsweisenden Spiel im Abstiegskampf. Sollte am Samstag die Partie gegen Hoffenheim verloren gehen, droht Platz 17 und selbst bei einem Sieg ist man noch nicht gerettet.

In meinen Augen wird der SVW gerade vom Fluch der guten Tat getroffen.
Über Jahre, ja fast Jahrzehnte hat Werder mit einer Ein- und auch Verkaufspolitik geglänzt, die ihres Gleichen suchte. Scheinbar problemlos wurden die Abgänge ersetzt und der Erfolg blieb. Um das Duo Allofs-Schaaf wurde Bremen nicht nur von mir, sondern auch von der halben Liga beneidet. Zudem wurde der Verein von besonnenen Kaufleuten geführt, die für Nachhaltigkeit Sorge getragen haben. Für einen HSV-Fan wie mich waren das paradiesische Zustände.

Als nun aber durch die fünfmalige CL-Teilnahme Gewinne erwirtschaftet wurden, weckten diese natürlich Begehrlichkeiten und ein Spielerberater nach dem Anderen klopfte an die Tür der sportlichen Leitung. Der Anstieg des Gehaltsgefüges war nicht zu vermeiden. Der zehnte Platz der Saison 08/09 konnte im Folgejahr korrigiert werden (Platz 3), als aber das Jahr 10/11 mit Platz 13 abgeschlossen wurde, gingen bei den hanseatischen Kaufleuchten die Warnleuchten an und es musste gespart werden.

Zeitgleich wurde das Erfolgsduo Allofs-Schaaf auch vom Transferglück verlassen und die abgehenden Spitzenspieler konnten nicht gleichwertig ersetzt werden. Geblieben sind durchschnittliche Spieler, die auf CL-Niveau verdienten und so den Spielraum für Transfers verengten. Die Folge davon können wir heute in der Tabelle ablesen.

Die exorbitanten Einnahmen in der Champions League sind also Segen und Fluch zugleich. Kann man eine einmalige Teilnahme noch als Betriebsunfall deklarieren und die Spieler samt Berater mit Prämien zufriedenstellen, wird sich spätestens nach der dritten Teilnahme das Gehaltsgefüge den Einnahmen anpassen und der Verein ist zum Erfolg verdammt.

Diese Gefahr sehe ich auch bei Borussia Dortmund, die momentan förmlich mit Geld zugesch(m)issen werden. Ich höre schon die Aktionäre nach Dividende schreien und die Klinke von Aki Watzkes Bürotür wird sich in diesen Tagen auch stark abnutzen.

Vor der Arbeit der sportlichen Leitung des BVB habe ich, wie einst beim SVW, absolute Hochachtung! Diesen hochverschuldeten Verein an die Spitze der Liga und jetzt sogar des Kontinents zu führen ist eine wahre Meisterleistung. 

Jetzt aber steht der Verein am Scheideweg. Will man die drohenden Abgänge auch nur nahezu gleichwertig ersetzen muss man die Schatulle für Ablöse und Gehalt weit aufmachen und ein hohes Risiko gehen. Wozu das führen kann weiß man aus der eigenen Vergangenheit nur zu gut. Geht man den Weg der Vernunft und füllt die Lücken im Kader mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern auf, droht früher oder später das Schicksal der Bremer.

Böse Zungen behaupten ja, dass der FC Bayern nur so viel Geld für Götze und Lewandowski (?) bezahlt, um die Dortmunder vor diese Problematik zu stellen, denn genau das meinen die Münchner, wenn sie sagen, dass Dortmund noch längst nicht auf Augenhöhe mit ihnen ist.

Als Sportfan wünsche ich mir, dass der SV Werder die Klasse halten kann und dem BVB der Drahtseilakt zwischen sportlichem Erfolg und finanzieller Vernunft gelingen wird. Die Liga braucht einen ernstzunehmenden Kontrahenten für die Bayern genauso wie der HSV sein Nordderby.

Donnerstag, 25. April 2013

Mia san mia?



Was für eine Woche für den deutschen Fußball.  
Deutschland - Spanien 8:1.  
Doch viel mehr als das Was beeindruckte das Wie. Es waren zwei herausragende Auftritte der beiden Bundesligavertreter, die alles gezeigt haben, was den modernen Fußball ausmacht. Ob das gleichbedeutend mit einer Wachablösung bei den europäischen Balltretern ist, wage ich zu bezweifeln und erinnere an des Kaisers Ausspruch nach dem WM Sieg 1990, als er dem deutschen Fußball für die Zukunft Unschlagbarkeit attestierte. Doch das soll heute nicht mein Thema sein.

Viel mehr interessiert mich meine unterschiedliche Wahrnehmung der beiden Spiele. 
War es bei den Bayern eher das anerkennen der Leistung, habe ich mich für Dortmund wirklich gefreut.

Als Sportfan habe ich überhaupt keine Probleme damit sportliche Leistungen anzuerkennen. Das klappt sogar, wenn auch mit etwas Verzögerung, bei Niederlagen „meines“ HSV. Man sieht eine Leistung, analysiert sie so objektiv, wie es eben möglich ist und kommt dann zu einem „Gut gemacht“, oder wie am Dienstag zu einem „Sehr gut gemacht“.

Im Europapokal bin ich seit je her für die deutschen Mannschaften, ob aus Lokalpatriotismus, oder weil man Vereine und Spieler wesentlich genauer kennt und dadurch eine Art Bindung aufgebaut hat, ist dabei letztlich egal. Man fiebert und zittert einfach mit. Die Bayern werden jedoch immer mehr zu einem ausländischen Team. Ich gucke ein Spiel mit Interesse, doch anstatt des „Wie geil ist das denn!“ nach dem Sieg der Dortmunder, gibt es halt nur ein „Sehr gut gemacht“.

Als ich mich vor einiger Zeit gefragt habe warum das denn so ist, stellte ich fest, dass es die Fans sind, die mich so stören. Damit meine ich natürlich nicht die Sorte Fans, die sich seit Jahr und Tag mit ihrem Verein befassen und sich auch nicht scheuen diesen einmal kritisch zu hinterfragen, mir geht es viel mehr um die Art Fan, die sich bewusst den FCB als Mannschaft aussuchen, um sich im Erfolg dieses Vereins sonnen zu können, die das Mia-san-mia in jeder ihrer Äußerungen mitschwingen lassen, obgleich sie doch nichts zum erfolgreichen Werdegang beigetragen haben. Ich verabscheue dieses öffentliche die Pest an den Hals gewünsche, welches sich manch ein Fan zu Eigen gemacht hat, wenn es um die Spiele der Konkurrenz geht.

Dabei ist es mir egal, wie jemand sein Fandasein auslebt. Ob einer in der Dortmunder Süd steht oder in der Klatschpappenarena sitzt, ob vor dem Fernseher Sky guckt, oder sich einem Hakelstream reinzieht. 
Mir geht es um Bodenhaftung und Demut, um Respekt und Sportsgeist und das ist meiner Meinung nach einen Großteil der Bayernfans abhanden gekommen, so es denn vorhanden war. Natürlich ist dies kein ausschließliches Bayernphänomen, doch ist die Häufung und Penetranz doch nicht von der Hand zu weisen.

Ich freue mich auf ein Deutsch-Deutsches Finale in Wembley, weiß aber schon ganz genau, wem ich die Daumen drücken werde.

Donnerstag, 18. April 2013

Schneckenrennen

Stell Dir vor es ist Europapokal
und keiner will dahin!
Wäre das denn nicht fatal?
Wo wäre da der Sinn?

Warum noch streben, laufen, spielen,
ist der Abstieg erst vermieden?
Warum kämpfen, tricksen, wühlen?
Warum weit`re Pläne schmieden?

Ab und zu noch mal gewinnen,
OK, das muss wohl sein.
Sonst erheben Fans noch ihre Stimmen,
gegen Spieler und Verein.

Doch nach dem Siege und Platz sieben
wird`s allerhöchste Zeit,
für Niederlage Unentschieden,
sonst ist es bald so weit.

Europa droht und zwar mit Macht.
Verein sei wach! Pass auf!
Sonst Donnerstags, schon weit vor acht,
nimmt`s Schicksal seinen Lauf.

Und reisen musst Du ganz weit weg,
Polen Schweden und noch weiter.
Gar bis Russland, was ein Dreck,
wo`s wolkig ist statt heiter.

Würd sich der Aufwand aber lohnen,
gäb`s Reichtum oder Ehr,
dann gäb`s kein Lahmen und kein Schonen,
kein Schneckenrennen mehr!

Die Kunst beim Rennen mit den Schnecken
ist pure Illusion.
Kein Fan, kein Schreiber darf`s entdecken,
doch was merken die denn schon...