Dienstag, 9. Juni 2015

Zeichen?

In der Sommerpause, gerade nach einer Saison, wie der abgelaufenen hält der gemeine Fan Ausschau nach Zeichen. Möglichst sollten diese sinnbildlich für bessere Zeiten stehen, Aufbruchsstimmung erzeugen und/oder Zuversicht für das, was da kommen mag vermitteln.
Wenn in einem Verein derartig viel danebengegangen ist wie zuletzt beim HSV, sollte es auch nicht schwer sein solche Zeichen zu setzen, schließlich sollte fast jede Veränderung auch eine Verbesserung bedeuten, also machen wir uns mal auf die Suche nach Zeichen.

Mannschaft und Vorstand wurden gegen Ende der Spielzeit nicht müde über die großartigen  Fans zu sprechen, denen ein ordentliche Anteil an der erfolgreichen Relegation zugeschrieben wird, die die Imtech Arena zu einer der bestbesuchtesten Spielstätten Europas machten und denen keine Reise zu weit war, um den Verein zu unterstützen.
Und doch war eine der ersten Amtshandlungen nach der Relegation das Anheben der Eintrittspreise. Nun mag die Anpassung ja sogar angemessen sein und dort, wo besonders hingelangt wurde könnte sogar die eine oder andere Ungerechtigkeit beseitigt worden sein. Ehrlich gesagt fehlt mir die Muße dies en Detail zu recherchieren, doch war es angesichts der dargebotenen Leistungen eher verwunderlich, dass die Arena nicht leergespielt wurde und somit fehlt für Preiserhöhungen jegliches Verständnis.

Die geplante Übergangssaison konnte nur mit Ach, Krach und ganz viel Glück gerettet werden und wenn man heute sagt, dass die Fehleinschätzungen des Vorstands gerade in der Trainerfrage uns beinahe die Liga gekostet hätte liegt man zumindest nicht weit daneben.
Das durch Anteilsverkäufe generierte Geld wurde zum Großteil zur Deckung eines erneuten Fehlbetrags verwendet, den man erwirtschaftete und auch in der Pressearbeit wurde es nicht wirklich besser.
Wenn man an den handelnden Personen festhalten will, was ich im Übrigen nachvollziehen kann, sollte man sich wenigstens klar zu den begangenen Fehlern und dem vor einem Jahr versprochenen Weg bekennen, um ein Zeichen in Richtung Konsolidierung und Gesundung des Vereins zu setzen.

Auf dem Transfermarkt konnte man auf Grund der verlängerten Relegation erst spät tätig werden und somit ist es nicht verwunderlich, dass bis auf das türkische Talent Batuhan Altintas noch niemand verpflichtet wurde. Auf der Suche nach Zeichen kommen wir aber um zwei Personalien nicht herum.
Maximilian Beister soll gehen. Der Junge aus der eigenen Jugend, auf dem nach seiner Rückkehr aus Düsseldorf doch so viele Hoffnungen ruhten soll den Verein trotz eines laufenden Vertrags verlassen. Sportlich kann man diese Entscheidung vielleicht sogar nachvollziehen, war Beister nach seiner langwierigen Verletzung über eineinhalb Jahre doch nie wieder in Tritt gekommen und brachte es gerade mal auf 72 Einsatzminuten in der abgelaufenen Saison. Allerdings hat sich Beister durch Besuche beim Choreokleben oder in der Fankurve den Ruf eines echten HSVers erworben und nach diesen sehnt sich das Fanherz nun einmal.

Dagegen soll nun Ivo Ilicevic bleiben. Der Kroate fiel in seinen 4 Hamburger Jahren mehr durch Verletzungen denn durch Leistungen auf. Man nahm ihn im vergangenen Winter nicht einmal mehr zum Wintertrainingslager mit und es kursierten Gerüchte über unprofessionelles Verhalten in der Stadt, die ich allerdings nicht verifizieren kann.
Bruno Labbadia scheint allerdings auf Ivo und nicht auf Maxi bauen zu wollen und da man den Trainer, der ja als Ersatz für Tuchel kam nun stärken will, wäre man dumm ihn diesen Wunsch nicht zu erfüllen.
Als Zeichen nach außen taugen diese Entscheidungen allerdings nicht.

Doch vielleicht kommt da ja noch was, immerhin ist am Sonntag ja die MV des eV und dessen VV ist ja im AR der AG und da könnte ja durch angemessene Reden eine Art Aufbruchsstimmung erzeugt werden, doch hat es in der vergangenen Zeit eigentlich nie an den Reden, umso mehr aber an deren Umsetzung gemangelt.
Schaun mer mal

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