Donnerstag, 20. Februar 2014

Eine bewegte Woche

Eine weitere Woche auf einem Abstiegsplatz neigt sich für meinen HSV dem Ende entgegen. Wenn ich von einer bewegten Woche spreche ist das wohl keine Übertreibung. Trotz Trainerwechsel und Aufsichtsratsrücktritten wird diese Woche vor allem als die in Erinnerung bleiben, in der Hermann Rieger starb. Auch wenn man schon lange von seiner Krankheit wusste ist die Tatsache, dass Hermann jetzt nicht mehr da ist unvorstellbar.

Aber er ist ja auch noch da. Hat er doch wie kaum ein anderer seine Spuren im Verein hinterlassen, konnte er einem durch seine Herzlichkeit schon im Vorbeigehen den Tag erhellen.
1978 war ich als Autogrammjäger am Lindenhof unterwegs und so begegnete ich Hermann schon in seiner Anfangszeit im Verein, im letzten Herbst habe ich mit ihm die fünfzigjährige Ligazugehörigkeit gefeiert.
35 Jahre später!
Ich erlaube mir auf einen Blogbeitrag zu verlinken, den ich anlässlich seiner Wahl zum Hamburger des Jahres 2011 geschrieben habe. Hermann Rieger

Doch Hermann Rieger würde mit uns schimpfen, wenn wir uns in der momentanen Situation nicht mit eben dieser auseinandersetzen würden, daher möchte ich auch noch kurz auf die anderen Aspekte dieser Woche eingehen.

Den Rücktritt des Aufsichtsrats haben viele gefordert und fünf der elf Räte sind jetzt dieser Forderung nachgekommen. Ich persönlich bin froh, dass zumindest vier gewählte Mitglieder des ARs im Amt geblieben sind und uns dadurch eine außerordentliche Mitgliederversammlung mitten im Abstiegskampf erspart haben. Entsetzt, aber leider nicht verwundert bin ich darüber, dass die Mitglieder des Rats offenbar massiv bedroht wurden. Ich schäme mich für diese Leute, die die Farben meines Vereins zu tragen nicht würdig sind. Schade finde ich, dass die scheidenden Räte es versäumt haben sich an die eigene Nase zu fassen, immerhin haben auch sie die momentane Schieflage des Vereins zu verantworten.

Mirko Slomkas Einstand habe ich recht positiv wahrgenommen, in meinen Augen kam er sympathisch, kompetent und authentisch rüber. Da bin ich auch gewillt ihm den Gebrauch einiger Floskeln nachzusehen. Meine Stimmung hat sich von niedergeschlagen auf vorsichtig optimistisch gebessert. Auch wenn ich das nicht rational begründen kann. Natürlich erwarte ich gerade im kommenden Spiel gegen Dortmund noch keine Wunderdinge, aber in dem darauf folgenden, nicht ganz unwichtigen Auswärtsspiel sollte doch etwas drin sein.

Ich hoffe für den Rest der Saison, dass sich alle, auch bei sportlichem Misserfolg, auf und neben dem Platz, als Funktionär oder Fan, so verhalten, dass Hermann Rieger stolz auf seinen HSV gewesen wäre. Dass ein wenig von seiner Begeisterung und von seiner Menschlichkeit in unserem Verein erhalten bleibt.

Servus Burschi!

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