Samstag, 25. Mai 2013

Reden ist Silber, handeln ist Gold

Im Dunstkreis des HSV ist man sich einig. So kann, so darf es nicht weiter gehen.
Der Verein schafft es seit Jahren sämtliche Konzepte über den Haufen zu werfen, bevor sie auch nur im Entferntesten greifen können. Dabei ist das Vorhandensein von Konzepten eher eine Unterstellung, denn eine Tatsache.

Erinnern wir uns der Worte von Bernd Hoffmann, der die Nachwuchsarbeit beim HSV als Geldgrab bezeichnete und dieses auch als Grund für die Trennung von Beiersdorfer heranzog.
Seit je her bringen die handelnden Personen beim HSV ihr Gefolge für Scouting und Nachwuchsarbeit bei Amtsantritt mit, Urs Siegenthaler schickte gar nur das Gefolge und kam erst gar nicht. Martin Jol kam mit seinem Bruder, Arnesen brachte Congerton & Co mit. Konstant ist nur, dass bei jedem Wechsel der handelnden Personen alles auf den Kopf gestellt wurde, was die Vorgänger aufzubauen versucht haben.

Dabei müsste doch eigentlich der Verein Konzepte vorgeben, die von den Angestellten dann "nur" noch umgesetzt werden müssen. Sieht man sich allerdings die Personen an, die die Geschicke des HSV seit Jahr und Tag leiten wird einem schnell klar, warum dies nicht der Fall ist.
Es fehlt schlicht und ergreifend an Kompetenz in den Gremien.

Dies bemängeln auch Holger Hieronymus im Interview, auf das ich mich in meinem Beitrag  Comming out bezog und Felix Magath in seinem NDR Interview.
Die Notwendigkeit von Veränderungen hatte auch schon Ernst Otto Rieckhoff erkannt, als er für eine Verkleinerung des Aufsichtsrates plädierte, er scheiterte allerdings an der Engstirnigkeit seiner AR-Kollegen und der schlechten Vorbereitung seines Antrages. Doch immerhin hatte er den Mut vorweg zu gehen und sich eine blutige Nase zu holen.

Durch die planlose Handlungsweise unseres Aufsichtsrates und dem daraus resultierenden Scheitern von Arnesens Nachfolger, denn scheitern muss er unter diesen Voraussetzungen, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem auch das letzte Mitglied verstanden haben muss, dass Änderungen von Nöten sind.

Ob das gleich zu einer Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung führen wird wage ich zu bezweifeln, doch für eine Umstrukturierung des Aufsichtsrates sollte es allemal reichen, wenn die dafür notwendigen Satzungsänderungen (dafür braucht es eine Zweidrittelmehrheit der Mitgliederversammlung) von prominenten Köpfen mit einem schlüssigen Konzept vorgestellt werden.

Gerade aus dem oben genannten Hieronymusinterview glaube ich heraushören zu können, dass es eine grundsätzliche Bereitschaft zu einer Mitarbeit in den Vereinsgremien gäbe, wenn die Strukturen auch eine gewisse Handlungsfähigkeit garantieren.
Warum sollten sich also nicht die Herren Hieronymus, Hrubesch, Jakobs, Kaltz und/oder Magath mit den Herren Rieckhoff und Otto zusammentun und einen Antrag auf Verkleinerung des ARs stellen und sich gleichzeitig für ein Fünfergremium zur Wahl stellen?

Würde ein neuer, schlagkräftiger Aufsichtsrat gegründet, könnte dieser auch den Grußaugust, der unserem Verein momentan vorsteht ablösen und durch jemanden Kompetenteren ersetzen.
Ziel sollte es sein ein Zehnjahreskonzept zu erarbeiten, welches es dem HSV ermöglicht, an die erfolgreiche Vergangenheit anzuschließen.
Die Visionen unseres derzeitigen Vorstandes reichen leider nur bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Wenn überhaupt.





1 Kommentar:

  1. Danke danke danke für diesen Beitrag.
    Du sprichst mir aus dem herzen.
    Die "Legenden" sind langsam mal gefordert und ich glaube auch das es beim HSV nur so gehen kann.

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