Freitag, 4. Juli 2014

Und ab dafür...

Jetzt wird der Lasoggadeal also doch mit dem Abgang von Calhanoglu finanziert.
Auch wenn es mich wirklich stört, dass der Spieler seinen Willen via Arbeitsverweigerung durch gelben Zettel durchsetzt - ja ich erlaube mir diese Ferndiagnose – ist die Entscheidung des Vereins absolut nachvollziehbar. Schließlich können wir es uns nicht leisten das letzte bisschen Kapital auf die Tribüne zu setzen und wenn ich jetzt Stimmen wie: Aber bei den Bayern hätte er… höre, sage ich ja aber wir sind nicht die Bayern.

Also machen wir einen Hakan hinter diese Geschichte und fragen uns noch mal kurz ob die 14-16 Millionen wirklich das Optimum dessen sind, was aus diesem Transfer zu erzielen war. Als Antwort bleibt die Erkenntnis, dass man selten das Optimum erreicht und jede weitere Frage ist müßig.
Das kolportierte Gehalt von Lasogga erscheint mir mit 3 Millionen jedoch zu hoch gerade in Zeiten der „Sparsamkeit“. Hoffen wir, dass diese Summe aus dem Reich der Spekulation kommt.

So, wie diese Transfergeschichte gelaufen ist, war man nicht auf Mittel von außen angewiesen und das ist für mich das positivste Nebengeräusch. Wenn Herr Kühne seine Unterstützung an den Verbleib oder der Verpflichtung irgendwelcher Spieler koppelt, dann muss man eben drauf verzichten und wenn Herr Gernandt diesen Weg dann nicht mitgehen kann, muss man eben auch auf ihn verzichten.
Ich werte den Ablauf dieser Drei- oder Vierecksgeschichte auch als Zeichen Beiersdorfers in diese Richtung.

Ich habe HSVPlus nicht gewählt um den kurzfristigen Erfolg durch Geld von außen zu erzielen, sondern um eine Neuausrichtung des Vereins umzusetzen, bei der es um Nachhaltigkeit durch Kompetenz in allen Gremien geht. Daher kann ich mit dem Ziel Klassenerhalt für die kommende Saison bei nahezu unverändertem Kader auch leben. Gut sogar.

Bedauerlich finde ich den Rückzug der CFHH.
Nicht nur weil ich die Unterstützung von „oben“ und die Choreos, von denen ich manchmal ein Teil war, die ich aber auch oft von außen genossen habe vermissen werde, sondern weil ich es schade finde, wenn sich ein sehr aktiver Teil der Fanszene ausgegrenzt fühlt. Letztlich sollte es den Fans um die Unterstützung der Mannschaft gehen, auch wenn eine Identifizierung mit dem Profifußball durch Vorgänge wie den Calhanogluwechsel und Äußerungen der Kühnes dieser  Welt sicherlich nicht leichter wird.
Ich hoffe wirklich, dass die Mitglieder der CFHH, wenn vielleicht auch nicht als Gruppierung sondern „nur“ als Personen den Weg zurück zum Verein (denn das bleibt er für mich auch als AG) finden werden.

Sollte ich mit dem Gefühl, dass sich Beiersdorfer auch gegenüber Herrn Kühne durchsetzt (was doch eigentlich das Normalste der Welt sein sollte) recht behalten, wäre das doch auch ein Zeichen dafür, dass auch in Zukunft nicht nur das Geld bestimmen wird, auch wenn die Kommerzialisierung des Fußballs weiter voranschreiten wird.

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