Freitag, 16. Mai 2014

Ohne Gegentor



Da steh ich ohne Gegentor genauso klug als wie zuvor.
Eigentlich langt dieser kurze Satz als Fazit des Relegationshinspiels gegen Greuther Fürth. Vielleicht sogar als Fazit der gesamten Saison. Wobei man dann besser auf das Gegentorwortspiel verzichten sollte.

Bei allem Verständnis für die nervliche Anspannung im Abstiegskampf, so wie der HSV in Halbzeit eins kannst Du in einem Alles-oder Nichts-Spiel nicht auftreten. Einmal mehr sah es so aus, als sei der Fußball für die Mannschaft eine Last, der man sich entledigen muss und kein Fest, das man begehen darf. Selbst die in meinen Augen großartige Unterstützung der Fans scheint bei manch einem Spieler nicht das zu bewirken was sie sollte.

War man denn wieder vom Auftreten eines Gegners überrascht, rechnet man den wirklich noch damit, dass irgendjemand vor dem HSV in Ehrfurcht erstarrt?
Dabei ließen doch die letzten Spiele zumindest phasenweise darauf hoffen, dass eine vernünftige Wettkampfeinstellung gefunden wurde, gestern war davon über weite Strecken nichts zu sehen. Dabei will ich den einzelnen Spielern ein Bemühen nicht absprechen, doch das Auftreten als Mannschaft ist schlicht und ergreifend mangelhaft. In der gesamten ersten Hälfte habe ich keine Situation gesehen, in der die gesamte Mannschaft den Gegner durch geschicktes Anlaufen UND Verschieben zu Fehlern gezwungen hat. Das eigentlich angemessene Pfeifkonzert zur Halbzeit blieb der Situation geschuldet aus.

In der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser, oder weniger schlecht, man erarbeitete sich ein paar Chancen und hätte ein Tor erzielen können, doch das wäre wohl des Guten zu viel gewesen. Zum Glück waren die Fürther auch nicht konsequent und sind daher auch nur zu ein paar Halbchancen gekommen. Auch für sie wäre mehr drin gewesen. So war es ein Spiel, das in keiner Phase Erstliganiveau hatte und mit dem 0:0 das richtige Ergebnis abbekommen hat.

Die Entscheidung ist also auf Sonntag verschoben und ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich mich beim Bestellen der Auswärtstickets zurückgehalten habe und mir die Reise durch die Republik spare, Respekt all denen, die in der Beziehung anders gepolt sind.
Durch das Nullnull ist nichts verloren, das ist die eine gute Nachricht, dass man die Favoritenrolle loswurde die andere. Der Rest ist Hoffen und Bangen.



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