Dienstag, 12. August 2014

Alles BSG oder was?

Zugegeben es tut weh, wenn jemand meinen HSV als BSG betitelt, oder von einer Fremdbestimmung  durch Klaus Michael Kühne via Karl Gernandt spricht. Das Hauptproblem, das ich damit habe ist, dass man diese Sprüche, denn mehr ist das ja nicht, nicht, oder noch nicht argumentativ entkräften kann. Die HSV AG ist ein Konstrukt, das sich im Aufbau befindet und zwar erst seit einem Monat. Wie soll ich da als Außenstehender beurteilen, wer welchen Faden zu welcher Zeit zieht?
Bei der Beurteilung der Geschehnisse nach der letzten Mitgliederversammlung kann ich mich doch nur auf mein Gefühl und das verlassen, was ich so höre und lese.
Daher ist „es tut weh“ vielleicht auch der falsche Ausdruck, für eine Art Hilflosigkeit gegenüber Spekulationen und Provokationen, auf die man auch selbst nur spekulativ reagieren, sie also nicht endgültig entkräften kann.

Als ich HSVPlus meine Stimme gab war mir selbstverständlich klar, dass Herr Kühne eine maßgebliche Rolle spielen würde. Schließlich stand Karl Gernandt schon vorher als Aufsichtsratskandidat fest und das in der momentanen Situation die potentiellen strategischen Partner nicht gerade Schlange stehen war mir auch bewusst.
Für mich war das der saure Apfel in den man zu beißen hatte, denn ich war und bin davon überzeugt, dass auf Sicht kein anderes Ausgliederungsmodell für den Verein eine 75 prozentige Mehrheit bekommen hätte und somit die einzige Alternative ein Facelifting der bestehenden Struktur war. Doch Veränderung war meiner Meinung nach notwendig.

Veränderung habe ich bekommen und im Großen und Ganzen bin ich mit dem, was in der kurzen Zeit nach dem Vollzug der Ausgliederung passiert ist recht zufrieden.
Didi Beiersdorfer scheint der richtige Mann zu sein, um das Umfeld des HSV zu beruhigen und sein zurückhaltendes Auftreten tut dem Verein gut. Als absoluter Wunschkandidat des neuen Aufsichtsrats und damit wohl auch von Herrn Kühne, sollte er zumindest vorerst auch aus dieser Richtung kein Querfeuer zu befürchten haben.

Auch wenn ich bei Äußerungen von frischverpflichteten Spielern immer vorsichtig bin, muss Beiersdorfer mehr Argumente, als nur Geld aufgefahren haben, um einen Nicolai Müller und einen Bernhard Peters zum HSV zu holen und wenn er jetzt auch noch wieder zum Dukatendidi wird und ein paar Spieler zu interessanten Konditionen veräußert hat er schon sehr viel richtig gemacht. Bisher sind die Neuverpflichtungen auf Pump finanziert, was ich angesichts der finanziellen Lage des HSV sehr kritisch sehe. Andersrum fand ich am 4.8. dieses Zitat bei Matz ab:
„Dietmar Beiersdorfer und ich stehen dafür, dass der Verein sich sportlich und wirtschaftlich solide präsentiert“, sagt Karl Gernandt meinem Kollegen Alexander Laux. Der Aufsichtsratsvorsitzende betonte zudem, dass der Verein in dieser Saison kein Minus erwirtschaften werde und dass das Geld von Kühne komplett zur Verstärkung der Mannschaft genutzt werden soll.

Sportlich und wirtschaftlich solide will ich meinen HSV sehen und dafür habe ich auf der MV gestimmt. Daher werde ich auch weiterhin Kritik an Entscheidungen und Äußerungen üben, aber dabei auch nicht vergessen, wie wenig Einblick ich in die Abläufe beim HSV habe und daher den Entscheidungsträgern in der Hoffnung einen Vertrauensvorschuss gewähren, dass ich in ein, zwei Jahren auch wieder belegbare Argumente habe, wenn es um die Fremdbestimmung beim HSV geht.

Lest dazu auch bitte Investoren von Tanja

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